Kreuzlingen Fantastical Kreuzlingen: 1000 Ballons auf Beinen und eine Doppelstrategie

Die Organisatoren des Fantastical wollen den Samstag als Hauptfesttag bewahren und gleichzeitig die Party am Freitag ausbauen.

Wettkampf im Schnellkassieren, 1000 Ballons auf Beinen und wilde Bullenritte: Rund 30 000 Besucher haben nach Angaben der Veranstalter am Samstag die Kreuzlinger Ausgabe des Seenachtfestes, das Fantastical, friedlich gefeiert. Stirnrunzeln könnte die erste der beiden Flugshows verursacht haben. Im Konstanzer Hafen waren die Flugzeuge trotz Verbots die Grenze zu queren sehr nahe zu sehen. Offiziell heißt es nur: Eventuell könnten die Flieger bei einem Looping der Grenze nahe gekommen sein. Es soll deswegen keine Diskussionen gegeben haben. Bei der zweiten Flugshow am Abend bewegten sich die Flieger eindeutig nur über Schweizer Gebiet. Konstanz lehnt Flugshows aus Sicherheitsgründen ab.

Auf dem Fantastical-Gelände ging es fröhlich zu. Die Musikbühnen bedienten vom Schlager bis zu Nachwuchsbands aus dem Thurgau und Tessin alle Stilrichtungen, auch abseits des Massengeschmacks. Immer wieder gab es Neues zu entdecken. Dieses Jahr beispielsweise die 1000 Ballons auf zwei Beinen: Menschen, die mit Hilfe von Ballons zu bunten Zaubervögeln ausstaffiert wurden, und mit ihren Auftritten für Aufsehen sorgten. Lange Schlangen bildeten sich beim Wettbewerb im Schnellkassieren an einer Computerkasse. Es galt den Strichcode in Rekordgeschwindigkeit über das Erfassungsgerät zu ziehen. Der Wettbewerb gehörte zum Auftritt des Hauptsponsors aus dem Einzelhandel, dessen Logo und Farben die wichtigsten Plätzen des Festgeländes dominierten: Im Kinderland, auf dem zentralen Hafenplatz und am Platz für die Salsa-Übungen. Thomas Gut vom Organisationsteam des Fantasticals ist dies durchaus bewusst. Dies sei der Preis dafür, dass der Eintritt bis 16 Jahren frei sei und für die anderen günstig gehalten werde.

Besucher zahlen maximal zehn Franken (im Vorverkauf sieben oder fünf Franken), wobei er im Gegenzug einen Wertgutschein über fünf Franken erhält, den er in den Läden des Hauptsponsors einlösen kann. Auch die Stadt Kreuzlingen trägt dazu bei, dass der Eintritt niedrig gehalten werden kann. Sie bezahlt 75 000 Franken des insgesamt 85 000 Franken teuren Feuerwerks. Familien wie die von Alexander Ott freuen sich. Seit er Kinder habe, komme er immer in die Schweiz zum Feiern und nicht mehr nach Konstanz. Der Rahmen in Kreuzlingen sei einfach schön. Thomas Gut vom Organisationsteam blickt nicht nur zufrieden auf den Fantastical-Samstag, sondern auch auf den Freitag davor mit einer erstmals erprobten kleineren Feuerwerksshow. Zu sehen war ein synchron zu Musik abgefeuertes Böllerkunstwerk mit Raketen, die 30 bis 40 Meter und nicht 250 Meter wie am Samstag in die Höhe stiegen. „Das ist wahnsinnig gut angekommen. Wir haben schon lange kein so ein gutes Feedback mehr erhalten.“ Mit einer Neuauflage sei zu rechnen.

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Seenachtsfest in Konstanz: Das traditionelle Seenachtsfest in Konstanz und Kreuzlingen lockt jedes Jahr zehntausende Besucher an. Über den ganzen Tag hinweg finden zahlreiche Veranstaltungen statt - ob an der Seestraße, im Stadtgarten oder auf dem See. Höhepunkt ist stets das große Feuerwerk.

Seit 2016 wird das Seenachtsfest vom Elektro-Event Seesucht Festival auf dem Festplatz Klein Venedig am Abend zuvor ergänzt.
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