Illegale Autorennen, gepaart mit massiven Verstößen gegen Verkehrsregeln und Gefährdung unbeteiligter Verkehrsteilnehmer: Solches Verhalten ist nicht nur auf deutschen Schnellstraßen im Grenzgebiet Ärgernis und Gefahrenmoment gleichermaßen.

Auch auf Schweizer Straßen sorgen Raser für Ärger. Die Kantonspolizeien St.Gallen, Thurgau und Zürich haben am Dienstag in einer gemeinsamen Aktion und gestützt durch die Staatsanwaltschaften einen Schlag gegen die Raser-Szene in der Ostschweiz gesetzt.

21 Festnahmen in drei Kantonen

Wie die St. Galler Kantonspolizei informierte, wurden an verschiedenen Orten Hausdurchsuchungen durchgeführt und 21 Männer festgenommen. Mehrere Autos wurden sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft Zürich eröffnete gegen sechs, die Staatsanwaltschaft Thurgau gegen acht und die Staatsanwaltschaft St.Gallen gegen sieben Personen Strafverfahren wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln, Beihilfe dazu und weiteren Delikten.

Ein Autorennen endet in Zürich

Nach Angaben des St. Galler Polizeisprechers Gian Andrea Rezzoli nahmen die Ermittlungen im November 2016 ihren Anfang. Damals ging es um ein illegales Autorennen, das in Zürich sein Ende nahm. Über Details berichtet der Polizeisprecher nicht. Sicher ist, dass die Ermittlungen seither viele Verzweigungen offengelegt haben.

Laut Polizei ergaben Abklärungen, dass Rennen zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten auf verschiedenen Straßen in den entsprechenden Kantonen stattfanden. Umfangreiche Recherchen führten zu den Tatverdächtigen. Im Kanton St. Gallen wurden 17 Personen festgenommen, je zwei Personen waren es Kanton Thurgau sowie Kanton Zürich.

Zudem wurden an sämtlichen Wohnorten Hausdurchsuchungen durchgeführt und drei Fahrzeuge sichergestellt. Bei den Beschuldigten handelt es sich um Männer verschiedener Nationalitäten im Alter zwischen 21 und 38 Jahren mit Wohnsitz in den drei Kantonen.

Den Beschuldigten werden mehrfache und schwere Verstöße gegen das Straßenverkehrsgesetz vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft prüfe derzeit die Haftgründe, so hieß es am Dienstag.