Kanton Schaffhausen 50 000 Besucher bei letzten zwei Etappen der Tour de Suisse durch Schaffhausen

Bereits am Samstag verfolgten tausende Zuschauer entlang der Hochstraße, an der Schiffslände und im Zielbereich das 100 Kilometer lange Rundstreckenrennen. Sieger wurde der Slowake Simon Spilak.

Jestetten – Ganz im Zeichen des Radsports stand am Wochenende die Stadt Schaffhausen bei den beiden letzten Etappen der Tour de Suisse. Es war aber auch ein Fest für die ganze Familie. Im Start- und Zielgelände beim neuen Fußballstadion „Lipo Park“ gab es eine Fahrrad-Ausstellung, zahlreiche Wettbewerbe und Geschicklichkeitsparcours für die kleinen Besucher.

Bereits am Samstag verfolgten tausende Zuschauer bei herrlichem Sommerwetter entlang der Hochstraße, an der Schiffslände und im Zielbereich das 100 Kilometer lange Rundstreckenrennen. Bei den sommerlichen Temperaturen freuten sich die Zuschauer besonders über die Käppis, Hüte und vor allem über das leckere Eis, das die Sponsoren großzügig verteilten.

Für Schrecksekunden sorgte eine weggeworfene Trinkflasche eines Fahrers im vorderen Teil des Feldes, die vom Randstein wieder auf die Straße zurücksprang. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn einer der Fahrer im rund 150 köpfigen Peloton gestürzt wäre. Auf dem gefährlichen Rundkurs entschieden die Rennkommissionäre, die letzte Runde für das Gesamtklassement nicht mehr zu werten.

Der Slowake Peter Sagan zeigte im Schlussspurt, dass er zurzeit im Sprint eine Klasse für sich ist. Der zweifache Straßenweltmeister feierte bereits den 15. Etappensieg bei der Tour de Suisse, was in den 81 Austragungen noch keinem anderen Radrennfahrer gelungen ist. Am Sonntag reichte dem Slowaken Simon Spilak beim abschließenden 28 Kilometer langen Zeitfahren über den „Opfertshofener“ der fünfte Rang, um die Schweizer Landesrundfahrt nach 2015 zum zweiten Mal zu gewinnen, da er am Freitag die Bergetappe zum 2780 Meter hoch gelegenen Ötztaler Tiefenbachgletscher nach einer Solofahrt gewonnen hatte. Besonders von seinen zahlreichen Landsleuten wurde er begeistert gefeiert.

Von den 176 Berufsfahrern, die vor einer Woche in Cham gestartet waren, beendeten 140 Fahrer das Rennen mit den neun Tagesetappen. Von den deutschen Fahrern, vor allem vom bekannten Sprinter John Degenkolb, war an der diesjährigen Tour de Suisse nicht viel zu sehen. Der 23-jährige deutsche Lokalmatador Nico Denz, der im letzten Moment von seinem französischen Rennstall AG2R La Mondiale nachgemeldet wurde, zeigte eine beachtliche Leistung. Der Albbrucker Radprofi beendete seine erste Tour de Suisse auf dem 134. Platz.

Das Schweizer Traditionsrennen war für die Region beste Werbung. Das Schweizer Fernsehen machte die schönsten Bilder von der Strecke, die von 140 Fernsehstationen übernommen wurden. Auch im nächsten Jahr kommt das viertgrößte Etappenrennen der Welt wieder in die Region. Die Gemeinde Oberstammheim im Zürcher Weinland steht bereits als Etappenort fest.

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