Der SC Freiburg holt in der Europa League spät ein Remis gegen Piräus – und holt sich so den Gruppensieg. Offensiv steigern sich die Badener erst spät. Der FC Nantes hilft im Parallelspiel mit.

Freiburg lässt erstmals Punkte liegen

Der SC Freiburg hat erstmals in dieser Europa-League-Saison Punkte abgegeben und dennoch vorzeitig das Achtelfinale erreicht. Der badische Fußball-Bundesligist spielte gegen den griechischen Rekordmeister Olympiakos Piräus am Donnerstag 1:1 (0:1).

Verfolger patzt, deswegen vorzeitig im Achtelfinale

Da Verfolger Karabach Agdam im Parallelspiel beim FC Nantes ebenfalls nur ein 1:1 schaffte, haben die Freiburger den Gruppensieg vor dem letzten Spieltag aber sicher und ersparen sich so nach dem Jahreswechsel die Playoff-Runde. Youssef El-Arabi traf vor 33 600 Zuschauern in der 17. Minute für Piräus, Lukas Kübler gelang in der 3. Minute der Nachspielzeit noch der Freiburger Ausgleich. Piräus‘ Osseynou Ba sah in einer hektischen Schlussphase noch Gelb-Rot.

Umstellung auf Viererkette nach Bundesligaspiel gegen Bremen

SC-Coach Christian Streich hatte im Vergleich zum 2:0 gegen Werder Bremen in der Liga am vergangenen Wochenende hinten wieder von einer Dreier-/Fünfer- auf eine Viererkette umgestellt und den offensiven Ritsu Doan anstelle von Außenverteidiger Kiliann Sildillia in die Startelf beordert. Die Gäste, die seit Ende September vom Spanier Míchel trainiert werden, traten defensiv deutlich disziplinierter auf als noch unter dessen Landsmann und Vorgänger Carlos Corberán, mit dem sie das Hinspiel 0:3 verloren hatten.

Freiburger mit mehr Ballbesitz

So hatten die Freiburger im ersten Durchgang zwar mehr Ballbesitz, aber so gut wie keine zwingenden Chancen. Anfangs versuchten sie es ein-, zweimal mit langen Schlägen über die Abwehr hinweg. In der 35. Minute rauschte Daniel-Kofi Kyereh knapp am Ball vorbei.

Griechische Führung durch Konterchance

Die Führung des griechischen Rekordmeisters entstand aus einem von mehreren guten Kontern. Den ersten Schuss von Pep Biel konnte SC-Keeper Mark Flekken noch parieren, den Abstauber von El Arabi bekam er durch die Beine. Beinahe hätte Giorgos Masouras vor der Pause noch erhöht. Nachdem er an Flekken bereits vorbei war, schob er den Ball statt ins leere Tor aber ans Außennetz (23.).

Freiburger Treffer und somit Punkteteilung verdient

In der zweiten Hälfte traten die Freiburger vorne zielstrebiger auf und hätten den Ausgleich daher verdient gehabt. Kübler zwang Olympiakos-Torhüter Alexandros Paschalakis zu einer guten Parade (59.), kurz später verpasste Doan eine Hereingabe knapp (61.). Streich brachte noch mal frische Kräfte für die Offensive: erst Woo-yeong Jeong, dann Nils Petersen. Doch es zahlte sich nicht aus, Jeong (88.) vergab kurz vor Schluss per Kopf die Riesenchance zum 1:1. Alles lief auf ein 0:1 hinaus – bis Kübler doch noch nach einem Standard zum Ausgleich traf. (dpa)