Im aktuellen dritten Bauabschnitt des Augustinermuseums werden 3000 Quadratmeter Ausstellungsfläche entstehen. Die Baukosten für die Sanierung dieses Teilbereichs liegen bei 33,3 Millionen Euro. In der Summe ist die Einrichtung aber noch nicht enthalten. Für Vitrinen und Co. rechnet die Stadtverwaltung mit weiteren sechs Millionen Euro. „Das sind keine einfachen Schaukästen, sondern kleine Maschinen“, begründete die Leiterin des städtischen Gebäudemanagement, Andrea Katzer-Hug, die hohen Kosten.

Der derzeit laufende dritte Bauabschnitt ist der größte bei der Sanierung des Augustinermuseums. Er stellt die Stadtverwaltung vor Schwierigkeiten. Bei den Bauarbeiten tauchten Pilze und Schadstoffe auf, was dazu führte, dass die Kosten für diesen Bereich im vergangenen Jahr um 6,4 Millionen Euro auf 33,3 Millionen Euro nach oben schnellten.

Noch einmal sechs Millionen Euro soll die Einrichtung kosten, also Schaukästen, Vitrinen, Wandinstallationen und Beleuchtungselemente. Vorgesehen sind je drei Millionen für bewegliche und für unbewegliche Elemente. „Das ist nicht billig“, sagte Andrea Katzer-Hug, die Chefin des städtischen Gebäudemangements, im gemeinderätlichen Bauausschuss, wo sie die Planungen vorstellte. Aber die Anforderungen seien hoch. Denn viele der empfindlichen Ausstellungsstücke bräuchten ganz spezielle klimatische Bedingungen, erklärte Andrea Katzer-Hug. Die Vitrinen seien deshalb technisch voll ausgestattet, so dass Temperatur und Luftfeuchtigkeit individuell gesteuert werden könnten. Auch die Lichtverhältnisse spielten eine Rolle. Nur unter solchen Bedingungen könne das Museum seine Sammlung „nicht nur perfekt präsentieren, sondern auch dauerhaft erhalten“, sagte Andrea Katzer-Hug.

Sehr empfindliche Ausstellungsgegenstände werden sogar nicht ständig im Museum zu sehen sein, sondern nur zu bestimmten Zeiten. Gezeigt werden sollen in diesem Teil des Augustinermuseums vor allem die kulturhistorischen Sammlungen. Die 3000 Quadratmeter Fläche gliedern sich in eine Dauerausstellung und in Bereiche, in denen wechselnde Exponate aus sechs verschiedenen Themenbereichen zu sehen sein werden. Die Mittel für die Einrichtung des dritten Bauabschnitts will die Stadtverwaltung im städtischen Haushalt über drei Jahre verteilen. Und das Rathaus warnt gleich noch vor einer möglichen Preissteigerung. „Erhöhte Sicherheitsanforderungen bergen eine Gefahr in der Kostenentwicklung“, heißt es in dem Informationspapier für den Gemeinderat. Dieser wird am 4. April seine Entscheidung fällen. Der Bauausschuss nahm in seiner Vorberatung den Vorschlag der Verwaltung ohne Diskussionen zur Kenntnis.

Unklar ist weiterhin, ob das runderneuerte Augustinermuseum wie geplant bis zum Stadtjubiläum im Jahr 2020 komplett fertiggestellt werden kann. Denn die Probleme mit Pilzen und Schadstoffen haben nicht nur die Kosten erhöht, sondern auch den Zeitplan ordentlich durcheinander gewirbelt. „Aber wir streben zumindest für das kommende Jahr eine Teileröffnung der noch ausstehenden Bereiche an“, sagte Katzer-Hug.