Draußen am geplanten Standort für das neue Stadion des SC Freiburg am Flugplatz tut sich was: In den vergangenen Wochen haben die Firmen die Baustelle eingerichtet. Auch der Straßenbau hat begonnen. Im Februar wird Generalunternehmer Köster mit dem Rohbau loslegen – wenn die anhängigen Klagen die Baustelle nicht stilllegen. Eine Entscheidung über den eingegangenen Eilantrag wird in den nächsten Wochen erwartet, heißt es dazu im Rathaus. Noch hält der Bauzeitplan: Ein spielfertiges Stadion könnte im Sommer 2020 stehen.

Freiburgs neueste Großbaustelle nimmt so langsam Formen an. Auf dem Flugplatzareal laufen die Erdarbeiten plus die Einrichtung der Baustelle für das Stadion. „Auch der Straßenbau hat schon richtig angefangen“, sagt Baubürgermeister Martin Haag. Große und wichtige Fachgewerke wie etwa der Betonbau werden derzeit ausgeschrieben, verhandelt und dann in Abstimmung mit der Stadiongesellschaft SFG vergeben. Neben der Baugenehmigung liegt für das Areal auch die notwendige Baufreigabe für die Erd- und Grabarbeiten vor.

Im Rahmenterminplan stehen für Januar 2019 Gründungsarbeiten. Ab Februar sollen dann die Rohbauarbeiten starten und der Neubau dann langsam in die Höhe wachsen. Der Fortgang hängt von der Witterung ab und wie hart der Winter wird. „Viel Schnee ist im Matchplan nicht vorgesehen“, sagt Baubürgermeister Martin Haag. Trotz des langen Vorlaufs und des Wartens auf die Baugenehmigung liegt das Stadion aktuell noch im Zeitplan. „Wir rechnen weiter damit, dass zu Beginn der Saison 2020/21 im Stadion gespielt werden kann“, so Haag. Dann werden allerdings noch nicht alle Arbeiten auf dem Areal beendet sein. Abgeschlossen wird das Gesamtprojekt dann wohl erst zum Jahresende 2020. Das gilt auch für die Straßenbahn: Der neue Stadtbahnanschluss einschließlich der Haltestellen wird laut Bauzeitenplan erst Ende 2020 und damit einige Monate nach Stadioneröffnung fertig sein.

Auch die Verkehrsinfrastruktur wird erweitert. Auf dem Flugplatzareal entsteht eine neue Straße. Bereits seit Ende November wird an der Planstraße Ost durch die Arbeitsgemeinschaft der Firmen Joos, Vogel und Schleith gebaut. Dabei muss im nördlichen Abschnitt der Wolfsbuck auf einer Länge von rund 600 Metern angeschnitten und durch aufwändige Stützbauwerke abgefangen werden. Der Anschluss dieser Planstraße an die Granadaallee erfolgt mittels einer Ampelkreuzung. Der vorhandene Radweg an der Granadaallee wird an dieser neuen Kreuzung künftig über eine neue Brücke, die noch gebaut werden muss, geführt. Anfang Januar 2019 wird der Radweg zwischen Wolfsbucksteg und Hermann-Mitsch-Straße (Ikea) gesperrt und über eine ausgeschilderte Umleitung durch den Mooswald geführt.

Das neue Stadion des SC Freiburg im Wolfswinkel soll Platz für rund 35 000 Zuschauer bieten. Die Kosten liegen bei rund 76 Millionen Euro für das Stadion selbst und 55 Millionen Euro für die Infrastruktur.