Der Corona-Inzidenzwert im Zollernalbkreis ist in den vergangenen Tagen deutlich gesunken. Am Donnerstag lag er bei 67,1, ebenso am Freitag. Im Kreisgebiet lag die Inzidenz Anfang Mai noch über 200. Während in den Nachbarlandkreisen die Bundesnotbremse bereits außer Kraft getreten ist, hinkte der Zollernalbkreis merklich hinterher. Dank konstant sinkender Inzidenzwerte können sich die Bewohner ab Sonntag, 6. Juni, aber auch über Lockerungen freuen, denn dann treten die Maßnahmen außer Kraft und der Landkreis kann in den Öffnungsschritt eintreten.

Landrat ruft zur Sorgfalt auf

Bereits seit vergangenem Samstag, 29. Mai, liegt die durch das Robert-Koch-Institut veröffentlichte Inzidenz im Zollernalbkreis unter dem Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern an sieben Tagen. Da Sonn- und Feiertage nicht in die Berechnung für weitere Öffnungsschritte einfließen, liegt der Wert am heutigen Freitag, 4. Juni den fünften Tag darunter (67,1). Dies hat das Gesundheitsamt heute im Rahmen der kontinuierlichen Prüfung des Infektionsgeschehens festgestellt. „Trotz aller Freude über die anstehenden Öffnungsschritte weisen wir eindringlich darauf hin, dass weiterhin Kontaktbeschränkungen gelten. Die wiedererlangten Freiheiten dürfen wir nicht überstrapazieren, sondern mit Sorgfalt nutzen“, mahnt Landrat Günther-Martin Pauli.

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Ausgangsbeschränkung fällt

Konkret heißt das, dass sich ab Sonntag, 0 Uhr wieder zwei Haushalte mit maximal fünf Personen treffen dürfen. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt. Außerdem werden Kinder bis einschließlich 13 Jahre sowie bereits vollständig Geimpfte oder Genesene nicht mitgezählt. Die Ausgangsbeschränkung zwischen 22 und 5 Uhr entfällt ebenfalls. Kosmetik- und Nagelstudios dürfen wieder ohne vorherige Testpflicht öffnen und auch Fahrschüler können wieder ihre praktische Ausbildung fortsetzen oder die Prüfung abliegen. Die Maskenpflicht bleibt davon unberührt.

Erleichterung im Einzelhandel

Der Einzelhandel kann ab Montag wieder einen Kunden pro 40 Quadratmeter mit Voranmeldung in sein Geschäft lassen. Ein Testnachweis ist nicht mehr nötig. Zwei Kunden pro 40 Quadratmeter sind möglich, wenn sie einen tagesaktuellen Test vorlegt oder genesen oder geimpft sind. Für Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen ist keine Voranmeldung mehr notwendig.