Bürgermeisterstellvertreter Tarzisius Eichenlaub begrüßte die Künstler. Rund 200 Interessierte verfolgten die Ausstellungseröffnung. Frank Maier, Leiter der Landeserstaufnahmestelle (LEA), präsentierte die aktuellen Zahlen der LEA. Dort seien derzeit 1827 Personen untergebracht, von denen 40 Prozent Frauen sind. 814 Personen seien unter 18 Jahren. Das mache deutlich, dass viele Familien mit Säuglingen, Kleinkindern und Jugendlichen angekommen sind. Dorothee Müllges, die künftige Sozial- und Rechtsdezernentin des Zollernalbkreises, die Geschäftsführerin der Diakonie Balingen, Diana Schrade-Geckeler, sowie Sozialpädagogin Heike und Schuller Frank Maier berichteten von dem großen Leid, das viele Flüchtlinge ertragen mussten, vor allem die Mädchen und Frauen.

Beim Rundgang stellte Khadija Ghanem ihre ausdrucksstarken zuerst Bilder vor, in denen sie schreckliche Gefängnis-Erlebnisse verarbeitete. Ihr folgte Rasha Deeb, die auf ihren Bildern Figuren in unterschiedlichem Alter zeigt. Sie sind nackt, da die Nacktheit alles preisgibt. Nichts kann geschönt werden. Ein gelber Streifen am Horizont stehe für die permanente Gegenwart des Todes, berichtete sie.

Ahmed Amer studierte drei Jahr lang Bildhauerei und präsentiert Holz- und Tonskulpturen. Sein Studium musste er wegen des Krieges abbrechen. „Ist das das Ende?“, stellte er die Frage an die Anwesenden.

Die Ausstellung ist bis zum Samstag, 20. Februar, zu den Öffnungszeiten des Meßstetter Rathauses zu besichtigen. Danach sollen die Arbeiten in einer Wanderausstellung bis Oktober noch in verschiedenen Städten und Gemeinden zu sehen sein.