Nach der Deutschen Telekom plant jetzt auch der Mobilfunkanbieter Vodafone die Aufstellung eines neuen Mastes für die Ausweitung seines Netzes in Wald. Erst vor wenigen Monaten beschäftigte sich die Gemeinde mit dem Vorhaben der Telekom einen 40 Meter hohen Funkmast aufzustellen. Zu diesem Zweck hatte der Netzbetreiber im Vorfeld nach passenden Grundstücken gesucht. Der Gemeinderat und die Verwaltung hatten damals beschlossen, kein Grundstück zur Verfügung zu stellen. Der Netzanbieter suchte daher im privaten Umfeld nach einem für ihn geeigneten Standort und wurde hinter dem Friedhof von Wald fündig. Der Standort der Funkmastanlage der Deutschen Telekom spaltet die Meinungen innerhalb der Gemeinde. „Notwendig“ und „gut“ sagen die einen, „zu hoch“ und „zu nah an bewohntem Gebiet“, sagen die anderen.

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Nun steht mit Vodafone der nächste Mobilfunkbetreiber vor der Tür. „Wir dachten, wir wären mit Vodafone gut bedient“, sagte Bürgermeister Joachim Grüner bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Es gibt bereits eine Funkanlage von Vodafone an der Abzweigung Haagäcker zwischen Wald und Walbertsweiler. Die Antenne befindet sich auf einem Strommast. Aber diese entspreche nicht mehr den Anforderungen der Kunden, erklärt Vodafone in einem Schreiben und verweist auf die Vereinbarung zwischen kommunalen Spitzenverbänden und den Mobilfunkanbietern zum Ausbau der Netze. Zu einer ersten Stellungnahme war die Gemeinde schon im März 2020 aufgefordert worden. Der damalige Bürgermeister Werner Müller habe seinerzeit den Verbleib der bestehenden Funkanlage befürwortet. Für eine Erweiterung und Aktualisierung der Anlage sei eine weitere Nutzung des Strommastes aus statischen Gründen nicht möglich, gibt das von Vodafone zur Akquisition beauftragte Unternehmen an. Daher habe man den Suchkreis für einen Standort einer neuen Hochfrequenzanlage geändert und fordert nun zur erneuten Stellungnahme auf.

Möglichkeit der Kooperation zwischen Telekom und Vodafon?

„Es wäre schön, wenn man die Mobilfunkanbieter lenken könnte, aber dazu braucht man eigene und geeignete Flächen“, sagte Hauptamtsleiter Michael Wenzler und regte an, Vodafone auf eine Kooperation mit der Telekom anzusprechen, um den geplanten Mast hinter dem Friedhof gemeinsam zu nutzen. Man sollte das Zepter nicht wieder aus der Hand geben, war die erste Rückmeldung aus den Reihen der Gemeinderäte. Die gemeindliche Fläche am Sportplatz von Walbertsweiler wurde als Vorschlag eingebracht und unter anderem von den Gemeinderäten Gerhard Lohr und Ingrid Tillessen befürwortet. Das Areal befindet sich am Rande des von Vodafone vorgegebenen Suchkreises und gehört zu den Flächen, die den größten Abstand zu bewohntem Gebiet wahren würden. Was man in Wald nicht wolle, sei ein „Sammelsurium an Funkmasten“, betonte Gemeinderat Michael Rigger und befürwortete Wenzlers Vorschlag.

Vodafon-Vertreter soll in den Gemeinderat eingeladen werden

Eine Entscheidung zu einer konkreten Stellungnahme wurde in der Sitzung am Dienstag nicht gefasst. Grüner möchte einen Vertreter von Vodafone zur kommenden Sitzung einladen, um die Vorschläge zu erörtern.

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