Von einem besonderen Abschied berichtet die Leitung der Heimschule Kloster Wald: Der engagierte Hausmeister Martin Kuhn schied aus.

Sie gehören zu den eher stillen Arbeitern, aber ohne sie läuft nichts. Strom, Technik, Heizung, Wasser, Veranstaltungen, Renovierungen, Gartenarbeit – Hausmeister sind Allrounder und gleichzeitig Spezialisten. „Ohne sie funktioniert keine Schule. Und ohne sie funktioniert keinesfalls ein jahrhundertealtes Klostergebäude mit Schule, Internat, Werkstätten, Konvent, Mensa, Sporthalle und Großveranstaltungen“, heißt es in der Mitteilung der Schule.

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Eine der Personen, die den Betrieb in Wald maßgeblich am Leben halte, lasse es nun ruhiger angehen, heißt es zum Abschied von Martin Kuh. Der gelernte Elektromeister sei seit 1. April 1990 als Hausmeister angestellt gewesen. Damals noch von den Schwestern geleitet, sei er „immer mehr reingerutscht“ in die Organisation um das Kloster, wie die Schulleitung berichtet. So seien für den Technischen Leiter immer mehr Aufgabenbereiche, wie zum Beispiel Umbaumaßnahmen, Arbeitssicherheit und Brandschutz, in den Vordergrund gerückt. Martin Kuhn habe sich immer in der Rolle des Dienstleisters für die Schule gesehen. Als solcher habe er „der Schule viel Geld gespart“, wie Schulleiter Hartwig Hils betonte. Zusammen mit seinem Team habe er sich zuletzt um die Ausstattung der Schule mit Medientischen, Dokumentenkameras und Internet in allen Klassenzimmern besonders verdient gemacht. „Oftmals war Kuhn ein kritischer, aber äußerst konstruktiver Begleiter“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Martin Kuhn werde aber nicht nur wegen seiner Umtriebigkeit in Wald in Erinnerung bleiben. Von seinen Interessen außerhalb des Klosters zeuge sein humanitäres Engagement in Afrika und bei Katastrophen, wie dem Erdbeben in Haiti 2010. Hierfür habe das Kloster zwar teilweise lange auf ihn verzichten müssen, aber diese Ausflüge in die Welt der gelebten Solidarität hätten ihn immer motiviert und mit Tatendrang nach Wald zurückkehren lassen.

Unter einem Vorwand hätten Schulleiter Hartwig Hils und Internatsleiterin Rita Schmid den Mann, der am liebsten keine Feier zum Abschied gehabt hätte, in die Mensa gelockt. Hier habe es einen Abschied mit kurzen Reden, Kaffee, Kuchen und Austausch mit Abstand und Maske gegeben. Ganz so, wie Martin Kuhn es eigentlich mochte. Auf die Frage, was er am meisten vermissen würde, habe er gesagt: „Veranstaltungen wie diese.“ Schulleiter Hils habe Martin Kuhn für all seine Arbeit gedankt; dieser wiederum habe Wertschätzung für „das angenehme Zusammenarbeiten“ mit Schule, Internat, Werkstätten und Schwestern ausgedrückt. Mit einem „Vielen Dank, und machen Sie so weiter!“, habe Kuhn sich unter lang anhaltendem Applaus verabschiedet.