Beschreiben Sie bitte in einem Satz die ersten 100 Tage Ihrer Amtszeit.

Die Zeit verging wie im Flug.

Wie sieht Ihr neuer Arbeitsalltag aus und wie unterscheidet er sich von Ihrer bisherigen Tätigkeit?

Mein Arbeitsalltag hat sich stark verändert. Die Aufgaben eines Bürgermeisters sind sehr vielfältig und abwechslungsreich. Die Arbeitstage sind vollgepackt mit Terminen und dadurch deutlich länger als zuvor. Ich bin auch in meine bisherigen Tätigkeiten noch stark involviert, da die Stelle in der Kämmerei aktuell noch nicht besetzt ist. Die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen hat sich nicht allzu sehr verändert. In einer so überschaubaren Gemeindeverwaltung sind Zusammenarbeit und das Miteinander sehr wichtig, ob als Kämmerer oder als Bürgermeister.

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Was haben Sie in Ihrer Anfangszeit als erstes „angepackt“?

Als erstes habe ich meinen Umzug und die Einrichtung meines neuen Büros organisiert. Um flexibel arbeiten zu können, habe ich mir einen Home-Office-Zugang eingerichtet. Ich habe viele Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern geführt und mich den unterschiedlichen Anliegen angenommen. Meine erste Bürgersprechstunde war sehr gut besucht. Gleich zu Beginn meiner Amtszeit standen Gemeinderatssitzungen mit vielen Punkten und eine Klausurtagung mit dem Gemeinderat zum Flächennutzungsplan auf dem Programm. Intern haben wir als Team Prozesse und Abläufe neu ausgerichtet und viele organisatorische Themen besprochen und optimiert. Auch das Neubaugebiet Dampferweg in Walbertsweiler hat mich in den letzten Wochen stark beschäftigt. Die Erschließungsarbeiten stehen hier aber kurz vor dem Abschluss.

Wo sehen Sie als Bürgermeister die Stärken von Wald und wo sehen Sie Handlungsbedarf?

Die Stärken der Zehn-Dörfer-Gemeinde liegen aus meiner Sicht in der guten Gemeinschaft, dem vielfältigen Vereinsleben und dem großen ehrenamtlichen Einsatz der Bürgerinnen und Bürger. Dringenden Handlungsbedarf sehe ich in den Bereichen Organisation, Digitalisierung und Informationsbereitstellung. Mir ist es wichtig, eine moderne und zukunftsfähige Verwaltung zu schaffen. Hierzu gehört die Neuausrichtung von Strukturen und Prozessen innerhalb des Rathauses. Wir müssen uns auf den Weg Richtung E-Government machen, dem verstärkten Einsatz von modernen IT-Techniken und elektronischen Medien für Verwaltungsprozesse. So sollen zum Beispiel Behördengänge zunehmend online erledigt werden können. Hierfür müssen wir ein Dokumentenmanagementsystem etablieren, die Aktualisierung unserer Homepage weiter vorantreiben und für eine schnelle Informationsbereitstellung, unter anderem über die sozialen Medien, sorgen.

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Sie haben Ihre Amtszeit in dieser besonderen Zeit, mitten in der Corona-Pandemie, begonnen. Wie haben Sie Corona erlebt und wie stark ist die Gemeinde von dem neuartigen Virus betroffen?

Die Corona-Pandemie hat mich in den letzten Wochen stark beschäftigt. Zum Glück war und ist die Gemeinde Wald nicht überproportional betroffen. Dennoch gab und gibt es viele Themen im Zusammenhang mit den vielen Corona-Verordnungen, die sich in den letzten Wochen immer wieder geändert haben. Es mussten Hygienekonzepte erstellt, Vorgaben umgesetzt und viele Fragen geklärt werden. Es gab regelmäßige Treffen mit den Kindergartenleiterinnen, enge Abstimmung mit der Grundschule und Austausch mit Vereinsvertretern zum Umgang zu Maßnahmen, die ergriffen werden mussten. Der Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern war in den letzten Wochen nur sehr eingeschränkt möglich. Die persönlichen Begegnungen fehlen mir.

Bedeutet Ihr neues Amt eine Umstellung für die Familie?

Für meine Familie sind vor allem meine Arbeitszeiten und mein Terminkalender eine Umstellung. Das war uns aber von Anfang an klar, dass so ein Amt Veränderungen mit sich bringt. Meine Familie hat mich bereits im Wahlkampf sehr unterstützt und hält mir jetzt den Rücken frei, damit ich mich auf meine neuen Aufgaben konzentrieren kann.

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