Sandra Häusler

In seiner jüngsten Sitzung vergab der Walder Gemeinderat für die Lieferung und den Einbau von Digitalfunkgeräten in die Fahrzeuge der Feuerwehr und in den Feuerwehrhäusern der Gemeinde knapp 41 000 Euro. Die aktuell bei der Feuerwehr im Einsatz befindliche analoge Funktechnik wird nach den Vorgaben des Bundes durch ein neues digitales Funksystem für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ersetzt.

Der Digitalfunk BOS gewährleistet neben einer Verschlüsselung eine hohe Sprach- und Empfangsqualität für die Nutzer, wie es heißt. Für die Nachrüstung der Feuerwehren in Baden-Württemberg gewährt das Land einen Zuschuss. Die Gemeinde Wald erhält 3600 Euro. Im Haushaltsplan 2022 der Gemeinde sind 71 000 Euro für die Umstellung auf Digitalfunk eingestellt. Nach den Vergabevorschriften reicht aufgrund des Auftragswertes unter 50 000 Euro eine Verhandlungsvergabe aus, schilderte Bürgermeister Joachim Grüner. „Die ganze Region Oberschwaben stellt auf Digitalfunk um“, erläutert Florian Brucker, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Wald im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Um die Feuerwehrfahrzeuge in den Abteilungen Wald, Walbertsweiler, Sentenhart und Ruhestetten und die Feuerwehrhäuser der Gemeinde ausreichend auszustatten, werden insgesamt neun Funkgeräte angeschafft.

Im Zusammenhang mit der Einführung des Digitalfunks muss in den Feuerwehrgerätehäusern ein zusätzlicher Funkplatz über einen Rechner eingerichtet werden. Ferner muss eine Zusatzalarmierung (Alarm-App) eingerichtet, eine neue Verwaltungssoftware installiert und die EDV-Ausstattung der Feuerwehr erneuert werden. Mit dem acht Jahre alten Notebook und Multifunktions-Drucker im Walder Feuerwehrgerätehaus können die neuen Anforderungen wegen des Digitalfunks nicht mehr erfüllt werden. Die Feuerwehrhäuser in Wald, Sentenhart und Walbertsweiler müssen außerdem mit Bildschirmen und Mini-PCs ausgestattet werden, um die Einsätze zu koordinieren.

Jedes Mitglied der Feuerwehr erhält einen zusätzlichen Zugang zur Alarmierung auf sein Smartphone. Diese Alarmierung ersetzt jedoch nicht die digitalen Funkmeldeempfänger. Durch die neue Technik erhalten die Führungskräfte Rückmeldungen über die zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte und können gegebenenfalls nachalarmieren. Die Lieferung und Installation der EDV-Ausstattung vergab der Rat an die Firma Bridge-BBS EDV Service GmbH für gut 10 000 Euro.