Mit einem kräftigen "Kikerikik-ki" krähte Gaggerpräsident Clemens Veeser die 28. Rucksackfasnet des Malteser Hilfsdiensts Wald am Gaggererdienstag im Feuerwehrhaus ein. Die Rucksackfasnet ist auch deshalb so urig, weil die Gäste Essen und Trinken selbst mitbringen und dieses bereitwillig und rege teilen. Stattliche 509 Kilo hatten die Narren in ihren Rucksäcken mitgebracht, verkündete Dieter Fox. Beim Schätzen des Rucksackgewichts hatte Edgar Utz die Nase vorn, gefolgt von Margit Schilling, Gerhard Lohr und Christian Löffler. Sie sahnten einen Preis ab.

Ein weiterer Erfolgsgarant für die Rucksackfasnet ist das kurzweilige Programm, das auf der kleinen Bühne ganz groß dargebracht wird. Andrea Bogner-Unden überreichte dem Gaggererpräsident einen Zukunfts-Narrenbaum und dankte den Maltesern für ihr vielfältiges Engagement.

"Baby, bitte stell mich hinter deinen Herd", flehten (von links) Andrea Seiberth, Ute Hotz-Straub und Alexandra Erath, begleitet von Günter Theml an der Gitarre, bei der Rucksackfasnet der Walder Malteser.
"Baby, bitte stell mich hinter deinen Herd", flehten (von links) Andrea Seiberth, Ute Hotz-Straub und Alexandra Erath, begleitet von Günter Theml an der Gitarre, bei der Rucksackfasnet der Walder Malteser. | Bild: Sandra Häusler

Ob sich ein Paar durch eine missverstandene Anzeige im Schwäbischen Bauern findet, Beziehungsprobleme diskutiert oder umsatzsteigernde Verkäufe im Schläcker-Drogeriemarkt getätigt wurden: Die Sketche unterhielten das Publikum bestens und ernteten viel Gelächter. Auch Erwachsene können sich noch von einem Kasperletheater mit Faultier Sid und Malte begeistern lassen. Die Gäste bogen sich vor Lachen, ebenso wie beim Sketch "Im Kino", der ganz ohne Worte auskam und nur von der eindrücklichen Darstellung der Akteure lebte. Ein Tanz aus Tonga von drei jungen Damen und mit Hula-Hoop-Vorführung begeisterte ebenso wie der Hausfrauenblues "Baby, stell mich hinter deinen Herd!" Die schwarzen Witwen der Walder Perlen betrauerten scheinheilig den selbstverursachten Verlust ihrer Männer.

Schallendes Gelächter ernte das Kasperletheater mit "Sid" und "Malte" bei der Rucksackfasnet.
Schallendes Gelächter ernte das Kasperletheater mit "Sid" und "Malte" bei der Rucksackfasnet. | Bild: Sandra Häusler

Obligatorisch für die Rucksackfasnet ist auch die Witzerunde. Angespornt durch den Moderator und leidenschaftlichen Witzeerzähler Clemens Veeser, brachten die Gäste aus dem Publikum ihre Witze dar. Aufgeregt und mit viel Gegacker und Eierlikör begrüßten die Gaggerer Torsten König aus Wald als Knobi-Giggerler in ihrer Schar. Zwischen den Programmpunkten sorgte der Musikverein für närrische Unterhaltung.

Ganz ohne Worte kam der Sketch "Im Kino" aus: (von links) Stefan Rumpel, Fidelis Krall, Tobias Homberger, Rainer Krall, Steffi Lernhart und Florian Fürst.
Ganz ohne Worte kam der Sketch "Im Kino" aus: (von links) Stefan Rumpel, Fidelis Krall, Tobias Homberger, Rainer Krall, Steffi Lernhart und Florian Fürst. | Bild: Sandra Häusler