Im Lauf der letzten Jahrzehnte hat sich in der Gesellschaft viel verändert, insbesondere bei Jugendlichen.

  • Freizeit und Respekt: Während man sich früher über das Kabeltelefon verabredet hat, läuft heute das meiste über das Smartphone. Gerade die Technik spielt eine wichtige Rolle im Leben der heute aufwachsenden Kinder. Schon als Kleinkind lernt man den Umgang mit elektronischen Geräten.

Das Handy ist ein ständiger Begleiter und so in das Leben integriert, dass es für die meisten nicht mehr vorstellbar ist, ohne es auszukommen. Auch im Umgang mit den Mitmenschen hat sich viel verändert. Der Respekt vor Älteren beziehungsweise Autoritätspersonen, aber auch Gleichaltrigen ging in den letzten Jahren immer mehr verloren. Dies zeigt sich auch im Verhalten von Schülern gegenüber Lehrern. Sogar Mobbing gehört nun zum Alltag an vielen Schulen. Aber auch die Art, mit anderen zu sprechen, ist immer rücksichtsloser geworden. Ohne nachzudenken wird mit Beleidigungen, bei denen es früher unvorstellbar war, sie zu benutzen, um sich geworfen. Hinzu kommt der vermehrte Konsum von Alkohol und Drogen bei Minderjährigen.

Doch nicht alles heutzutage beeinflusst die Jugend negativ. Durch die verbesserten Bildungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Auslandsaufenthalte, haben die Jugendlichen eine bessere Chance auf eine erfolgreiche Karriere. Auch durch zahlreiche Freizeitangebote lernen Kinder und Jugendliche spielerisch unbewusst Dinge, die ihnen im weiteren Leben zugute kommen werden. Zum Beispiel durch Mannschaftssportarten wie Fußball oder Volleyball wird Teamfähigkeit verstärkt, worauf Arbeitgeber immer mehr Wert legen.

  • Aussehen: „Boah Medschen wie siehst du‘n aus?! Is das von der Altkleidersammlung von deiner Oma oder wat?! Boah du Opfa, ganz ehrlisch geh disch vergraben!“ Unsere Jugend wird heutzutage von sehr vielen Schönheitsidealen geprägt. Sieht man nicht entsprechend aus, wird man oft nicht akzeptiert, man wird ausgeschlossen und als „Opfer“ abgestempelt. Lange, glatte Haare, lange Wimpern und eine dünne Figur gehören zu diesem Idealbild, welches von sehr vielen jungen Leuten, vor allem von Mädchen, verfolgt wird.

Zusätzlich gibt es die sogenannte „Markengeilheit“, die den regelrechten Wahn nach teuren Marken, die „in“ sind, umschreibt. „Hollister“ und ähnliche Marken gehören dazu. Jugendliche, die sich solche Marken nicht leisten können, haben es oft schwer, in dieser modernisierten Gesellschaft aufgenommen und integriert zu werden. Viele Marken zeigen ihre Mode auch nur an dünnen Models, die möglichst diesem Idealbild entsprechen, dadurch wird der Effekt des Schönheitsideals deutlich verstärkt.

Viele, die dieses Schönheitsideal anstreben, fangen mit überflüssigen Diäten an, nicht wenige rutschen von einer solchen Diät in eine Essstörung. Oftmals wird das Mobbing dadurch verstärkt, die Betroffenen werden ausgegrenzt, beleidigt und fühlen sich mit ihren Problemen alleingelassen. In unserem Alter haben viele noch nicht die Stärke, mit Dingen wie Beleidigungen oder Mobbing allein fertig zu werden.

 

Jetzt, nachdem wir diesen Text geschrieben haben, merken wir erst recht, wie sehr unsere Gesellschaft eigentlich von diesen Schönheitsidealen geprägt ist und kontrolliert wird. Unsere klare Botschaft an alle, die glauben, sie seien nicht schön genug, nur weil sie diesem typischen Schönheitsideal nicht entsprechen: Ihr seid wunderschön, so wie ihr seid! Jeder auf seine ganz eigene und individuelle Art und Weise.

 

Freizeitverhalten

 

Apple, Samsung, HTC oder Sony: Darum dreht es sich in der Welt der Jugendlichen heutzutage ständig. Heute geht niemand mehr raus. Außerdem bekommen die Jugendlichen heutzutage viel mehr Taschengeld als früher und geben dieses auch meist sofort wieder für unserer Meinung nach viele unnütze Dinge aus.

Es ist also kein Wunder, dass Jugendliche heute nur noch gelangweilt vor Computer und Handy sitzen. Sie haben so viele Dinge, dass sie gar nicht wissen, womit sie sich beschäftigen sollen.

Jessica Böhlerund Juliane Baiker

Jugendsprache

Viele sehen die heutige Jugendsprache als Gefahr und Weg zum Sprachverfall. Andere sind der Meinung, es sei eine Epoche der Sprache und somit eine kreative Sprachvariante. Die meisten Erwachsenen finden es sehr unangebracht, wenn Jugendliche Ausdrücke wie „Hey Alter!“ oder „Schwör Junge, was geht!“ benutzen. Doch meistens sind solche Ausdrücke nicht negativ gemeint, sondern ein Teil der Sprache der Jugendlichen und werden mit Humor von den anderen Jugendlichen aufgenommen.

Madeleine von Kölichen, Leonie Matuschewitz, Isabella Walk und Lina Brückner

Alkohol und Partys

Die Alkoholkonsummenten werden immer jünger, da es heutzutage sehr leicht ist, an Alkohol zu kommen. Es finden immer mehr Partys für unter 18-Jährige statt, bei denen es vermehrt zum Konsum von Alkohol kommt. Trotz gründlicher Kontrolle gelingt es vielen Jugendlichen, ihren vorher besorgten Alkohol mitzuführen und unbemerkt zu konsumieren. Doch obwohl viele auf Partys trinken, wird man, wenn man nichts trinkt, weder als uncool bezeichnet, noch gezwungen, etwas zu trinken. Es ist wirklich erschreckend, wie sehr Alkohol die Gesellschaft vereinnahmt hat.

LillForster und Anna Maier

„Klasse!“-Projekt

„Klasse!“, „Klasse!Beruf!“ und „Klasse!Kids“ sind die Medienprojekte für Schulen im Medienhaus SÜDKURIER. Als Partner ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit im Boot. Für vier Wochen (Klasse!Kids zwei Wochen) erhalten Klasse!- Schulklassen den SÜDKURIER geliefert, um zu erfahren, wie Zeitung gemacht wird. Abschluss sind eigene Beiträge und Sonderseiten, die im SÜDKURIER erscheinen und in Wettbewerben prämiert werden (bis zu 500 Euro für die Klassenkasse). Der Klasse!-Kooperationspartner EnBW unterstützt Lehrer und Schüler mit Themenvorschlägen und Aktionen.

Wer sich am Medienprojekt beteiligen möchte, kann sich anmelden unter Tel. 07531/999 1335, E-Mail klasse@suedkurier.de oder klassekids@suedkurier.de. www.suedkurier.de/klasse, www.enbw.com/klasse