Schon vor dem "Schmotzigen Dunschdig" ist es im Walder Kindergarten Abenteuerland bereits richtig närrisch zugegangen. Vertreter der Narrenvereine aus der Gemeinde Wald besuchten die Einrichtung, um ihre Vereine und Fasnetsfiguren vorzustellen. Auf der Terrasse des Kindergartens steht bereits ein geschmückter Narrenbaum, auch der Kindergarten selbst steht im Zeichen der Fasnet. Im Foyer hatten sich die Regel- und Krippenkinder mit ihren Erziehern erwartungsvoll in einer großen Runde versammelt. "Jetzt weiß ich endlich mal, wie in Wald und Drumherum d'Fasnet abläuft", freute sich der neue Kindergartenleiter Andreas Pfau über den Besuch der Narren.

Mit dem Narrenruf "Kikerikik-ki“ der Gaggerer des Malteser Hilfsdienstes Wald begrüßte Bernhard Erath die Kinder beim Besuch im Kindergarten.
Mit dem Narrenruf "Kikerikik-ki“ der Gaggerer des Malteser Hilfsdienstes Wald begrüßte Bernhard Erath die Kinder beim Besuch im Kindergarten. | Bild: Sandra Häusler

Den Anfang machte Erzieherin Ulrike Burth, Mitglied im Narrenverein Rällekopf Hippetsweiler. Dass ihr Häs einem gestiefelten Kater entspricht, erkannten die Kinder auf Anhieb. Die "Rälle"-Maske sei aus einem Stück Holz geschnitzt, erklärte sie. Dann ging sie durch die Runde und ließ die Kinder die Maske anfassen und fühlen. Unter den Narrenmasken stecke immer ein Mensch, erklärte Burth.

"Ich bin der Gaggerer der Malteser. Wir sind zwar kein eingetragener Verein, aber spinnen können wir schon", stellte sich Gaggerer Bernhard Erath von der Ortsgruppe des Malteser Hilfsdiensts vor. Der Hut mit Pfauenfedern sei das Prunkstück der Gaggererkleidung: Flugs setzte er diesen dem Kindergartenleiter und einigen Kindern auf. Seine Hennenschar habe ganz frische Eier gelegt, verriet Erath, und verteilte die noch warmen Eier aus seinem Eierkörbchen.

Die Narrenvereine aus der Gemeinde Wald stellten ihre Gruppierungen vor: (von links) Ulrike Burth, Bernhard Erath, Sonja Hegner, Haidi Restle, Steffi Lernhart, Karin Keller.
Die Narrenvereine aus der Gemeinde Wald stellten ihre Gruppierungen vor: (von links) Ulrike Burth, Bernhard Erath, Sonja Hegner, Haidi Restle, Steffi Lernhart, Karin Keller. | Bild: Sandra Häusler

Für den Narrenverein Auenbachteufel Sentenhart war Sonja Hegner gekommen. "Wir heißen so, weil durch den Ort der Auenbach läuft", erklärte sie den Kindern. Auf ihre Frage, warum überhaupt Fastnacht gefeiert wird, hatten die Kindergartenkinder sofort die Antwort parat: "Mit viel Krach soll die Kälte vertrieben werden."

Die Geschichte der Walbertsweiler Brückle-Bauer erzählte Haidi Restle von den Brückelern. Steffi Lernhart, eine echte Wald-Hexe, die zweiten Figur im Narrenverein Waldgoischter Wald, trug Strohschuhe, Schürze und ihr Hexenhäs. "Wir sind brave Hexen", unterstrich sie. Kinder bräuchten vor den Hexen keine Angst zu haben. Die Riedrätscher vom Narrenverein Wäsenstecher Ruhestetten sorgen mit ihren Rätschen und den klappernden Hölzchen am Häs für Radau. "Wir kommen aus dem Torf. Wir haben bei uns im Verein auch die Wäsenstecher, die früher Torf-Wäsen im Ruhestetter Ried gestochen haben", berichtete Karin Keller. Weil die Ruhestetter Angst hatten vor den Geistern im Ried, tragen die Riedrätscher klappernde Hölzchen am Häs, um die Geister zu vertreiben. Jedem Kind schenkte Karin Keller ein eigenes Rätscher-Hölzchen. Mit lautstarken und vielfachen Narrenrufen beschlossen die Narren ihre Vorstellung. Die Kinder bedankten sich bei ihnen mit einem selbstgemalten Fasnetsbild.

Wie fühlt sich die Maske von Ulrike Burth vom Narrenverein Rällekopf Hippetsweiler an? Beim Besuch der Narren konnten die Kindergartenkinder dies mit allen Sinnen erleben.
Wie fühlt sich die Maske von Ulrike Burth vom Narrenverein Rällekopf Hippetsweiler an? Beim Besuch der Narren konnten die Kindergartenkinder dies mit allen Sinnen erleben. | Bild: Sandra Häusler