Wald (sah) Mit dem neuen Mehrgenerationenhaus im Gewerbegebiet Geißwiesen eröffnet die Gemeinde ein Haus, das mit innovativem Konzept die Brücke zwischen Alt und Jung schlägt. Es setzt sowohl in der Tagespflege für Senioren, als auch in der Ganztagesbetreuung für Kleinkinder neue Maßstäbe.

Im Gemeinderat war der Bau nicht unumstritten. Ein mehrjähriges Ringen um den geeigneten Platz für neue Betreuungsmöglichkeiten für Krippen-und Kindergartenkinder war diesem vorausgegangen und auch die Kosten summierten sich mit zwei Millionen Euro über den Erwartungen des Gemeinderates.

„Für mich schließt dieses Haus die Lücke in den heute notwendigen Betreuungsformen und ich bin überzeugt davon, dass unsere Gemeinde von dieser Einrichtung nur profitieren kann. Entsprechend wird das Konzept in der Region wahrgenommen und es gibt viele Gemeinden, die uns zum einen aufgrund der Etablierung einer Tagespflege für Senioren, zum anderen aber auch um diese innovative Konzeption beneiden“, unterstreicht Bürgermeister Werner Müller. Die Gemeinde Wald ist Bauherr des Mehrgenerationenhauses.

Jung und Alt treffen sich im Aufenthaltsraum

Das Mehrgenerationenhaus im Gewerbegebiet Geißwiesen kann über eine Ringzufahrt angefahren werden. Diese kann bei Bedarf als Vorplatz für Feste und Veranstaltungen genutzt werden. Entlang der Zufahrtsstraße und vor der Einrichtung sind ausreichend Parkplätze geschaffen worden. Im rechteckigen, lichtdurchfluteten Gebäude in Holzständerbauweise bildet der gemeinsame Aufenthaltsraum mit Oberlicht den Mittelpunkt. Hier sollen sich Senioren und Kinder begegnen können. Die Tagespflege Waldhäusle, die von der Vinzenz von Paul gGmbH betrieben wird, hat ihren Sitz im rechten Gebäudeflügel. Sie bietet fünfzehn Betreuungsplätze. An der Spitze der Tagespflege stehen drei erfahrene Fachkräfte. Karin Baur ist die Verantwortliche Pflegedienstleitung, Sabrina Kugler hat die Pflegedienstleitung inne, Sarah-Luise Kersten ist Einsatzleitung und Pflegefachkraft. Insgesamt fünf Mitarbeiter betreuen die Tagesgäste. Thomas Roth, Regionalleiter der Vinzenz von Paul gGmbH, Region Sigmaringen sagt:“ Das Mehrgenerationenhaus in Wald stellt ein wegweisendes innovatives Konzept dar mit Jung und Alt unter einem Dach, das seinesgleichen sucht. Der Mehrwert, durch sich ergebende Synergieeffekte, geht weit über die bloße Betreuung von Kindern und Senioren hinaus. Ein großes Kompliment an Herrn Bürgermeister Müller und die Gemeinderäte für dieses großartige Projekt.“

Der Tagespflegebetreiber hat die Räumlichkeiten auf 30 Jahre gepachtet. Im Eingangsbereich der Tagespflege ist ein Rollatorabstellbereich vorgesehen. In der Gebäudemitte beinhaltet ein Block die Sanitärbereiche mit Toiletten und Dusche, sowie eine Küche zur Essenszubereitung. Das Leitungsbüro gewährt durch ein großes Fenster den Überblick auf den Aufenthaltsbereich. Ebenso gibt es einen Schlaf-und Ruheraum und einen Kühlraum. Vom Aufenthaltsbereich geht es zum kleinen Pflasterbereich hinaus, der an das Außengelände der Kindertageseinrichtung anschließt.

Während die Tagespflege bereits Anfang Februar die ersten Gäste aufnimmt, wird die Kinderbetreuung erst ab Anfang März die Arbeit aufnehmen. Die Kindertageseinrichtung unter der Leitung von Katharina Spedt ist für sechzehn Kinder von zwei bis sechs Jahren in einer gemischten Gruppe und zehn Krippenkinder ausgelegt. Alle Decken im Gebäude sind mit Schallschutzdecken verkleidet. In fröhlichem Gelb erstrahlt der Toilettenbereich der Kindertageseinrichtung. Krippenbereich und Regelbereich sind getrennt und mit jeweils einem Schlafraum ausgestattet.

Sechs Ganztagsstellen werden in der Kindertageseinrichtung geschaffen. Sie werden durch Neueinstellungen und Erzieher aus den gemeindlichen Kindergärten Wald und Ruhestetten besetzt. Im Kreativraum kann nach Herzenslust gemalt, getöpfert und gebastelt werden.

Einweihung

Interessierte können sich beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 26. Januar, von 14 bis 17 Uhr in Wald in der Hohenzollernstraße 3 informieren.