14 Holzbildhauerinnen und 15 Tischlerinnen haben am Samstag ihre Ausbildung an der Heimschule Kloster Wald abgeschlossen. Sie machen sich nun mit Abitur und Gesellenbrief auf die Reise in die Zukunft. Bei einer Feier im Jenner-Saal sprach sie Hauptgeschäftsführer Joachim Eisert von der Handwerkskammer Reutlingen mit der traditionsreichen Lossprechungsformel von ihren Rechten und Pflichten frei, die ihnen während ihrer Ausbildungszeit auferlegt waren, und erhob die strahlenden Junghandwerkerinnen in den Gesellenstand.

Diana Kempf, Leiterin der Lehrwerkstätten an der Heimschule Kloster Wald, überreichte mit Eisert die Gesellenzeugnisse und Preise. Diana Kempf sagte: "Im Handwerk gehen Tradition und Innovation eine gelungene Symbiose ein." Die Lossprechung sei insgesamt ein wichtiger Schritt in die Selbstständigkeit. "Ihr habt alle einen anspruchsvollen Handwerksberuf gelernt. Ihr habt euch ins Zeug gelegt", lobte sie die jungen Frauen, die vier Jahre parallel zum Gymnasium die Ausbildung bewältigt hatten. Die Ausbildung bilde ein solides Fundament für ihr künftiges Leben.

Joachim Eisert hob die Duale Ausbildung in Deutschland als Erfolgsmodell hervor. Der Gesellenbrief sei ein Gütesiegel einer besonderen Berufsausbildung, und die Heimschule Kloster Wald, aus deren Ausbildung regelmäßig viele Landes- und Kammersieger hervorgehen, sei über die Region hinaus in ganz Deutschland dafür bekannt.

Für ihre herausragenden Leistungen erhielten die Holzbildhauerinnen Teresia Ehrenmann aus Meßkirch-Rengetsweiler (Note 1,5), Antonia Mortsch aus Überlingen (1,8) und Lea Knoch aus Uhldingen-Mühlhofen (1,8) jeweils einen Preis. Die Prüfungskommission schlug Laura Sieber für die Teilnahme am Wettbewerb "Gute Form" vor. Zwei Preise gab es auch bei den Tischlerinnen: einmal für Anna Göbes aus Heidelberg (1,3) und für Fabia Hirschle aus Stockach (1,5). Ihre Feierstunde umrahmten die Gesellinnen selbst musikalisch.

Anschließend besichtigten die Familien und Gäste die Gesellenstücke im Kapitelsaal und dem Konventsaal. Diana Kempf erklärte: "Ich bin jedes Jahr immer total begeistert, was geboten wird. Die Gesellinnen spritzen vor Kreativität und Ideen." Die Palette der Arbeiten der Tischlerinnen reichte von Schreib- und Zeichentischen und einer Kontrabar bis hin zu Kompaktküche, Tischkicker, Schränken, Truhen und Kommoden. Auch die Skulpturen der Holzbildhauerinnen und die Gedanken, die sie zu ihrer Arbeit bewegt hatten, waren eindrücklich und vielfältig.