Die Gemeinde Wald ist von der Fortschreibung des Regionalplans Bodensee-Oberschwaben im sogenannten Beteiligungsverfahren in zwei Regionen betroffen, beim Kiesabbau im Bereich Kappel-Glashütte und beim Quarzsandabbau im Bereich Walbertsweiler. Beides sind bestehende Standorte, die erweitert werden sollen.

Weitere Stellungnahme zum Regionalplan

Der Gemeinderat gibt zur Fortschreibung eine weitere Stellungnahme ab. Das neu ausgewiesene Vorranggebiet beim Kiesabbau Kappel-Glashütte liegt auf der Gemarkung Otterswang. Der Ortschaftsrat habe dem bereits zugestimmt. Neu ist ein Vorbehaltsgebiet zwischen Kappel und Glashütte.

Regelungen zum Lastwagenverkehr

Der Ortschaftsrat Kappel-Glashütte gab bereits eine Stellungnahme ab: Die in Anspruch genommene, erst kürzlich aufgeforstete Ausgleichsfläche muss ersetzt werden. Grundsätzlich sei ein Lastwagenverkehr durch die Ortschaften Kappel und Glashütte auszuschließen und Maßnahmen zum Schutz vor Staub- und Lärmemissionen und zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen auf der ortszugewandten Seite entlang der Kiesentlastungsstraße müssten ergriffen werden. Der Abstand zur Ortschaft Glashütte muss mindestens 300 Meter betragen.

Verkehrskonzept für alle Gruben der Region

Grundsätzlich sollte ein Verkehrskonzept für alle Gruben der Region angestrebt werden, um Verkehrsbelastungen der Ortschaften zu vermeiden. Bei der Quarzsandgrube Walbertsweiler tangiert das geplante Vorranggebiet die Erweiterungsfläche des Gewerbegebietes "Härtleäcker" und wird abgelehnt. Der Abstand zur Ortschaft Walbertsweiler muss mindestens 300 Meter betragen. Das ausgewiesene Vorbehaltsgebiet rücke laut aktuellen Plänen deutlich über den 300-Meter-Abstand zur Ortschaft hinaus, komme bis an den 100-Meter-Streifen an die Straße heran, informierte Bürgermeister Werner Müller.

Gemeinde fordert Schutzmaßnahmen

Die Gemeinde fordert Maßnahmen zum Schutz vor Lärm- und Staubemissionen. "Wir befinden uns in der Abschreibung bereits 20 Jahre weiter als wir es uns vorgestellt haben", erklärte Bürgermeister Müller. "Der Hunger nach Kies und Sand ist derzeit enorm", schrieb er den großen Bauprojekten zu.