Im Baugebiet Hürsten II sollen zunächst lediglich die 16 gemeindlichen Bauplätze erschlossen werden, die privaten Bauplätze frühestens in fünf Jahren. 13 Bürger und Familien haben ihr Bauinteresse bekundet. Deshalb ist Handlungsbedarf gegeben. Bürgermeister Werner Müller gab in der Gemeinderatssitzung einen Überblick über das "aufwändige" Bebauungsplanverfahren. Der Bebauungsplan sei rechtskräftig, ebenso das Umlegungsverfahren. Im geplanten Baugebiet gebe es drei verschiedene Grundstückseigentümer, davon zwei private. Je nach Erschließung variiere der Quadratmeterpreis um 15 Euro.

Kompromiss mit Grundstückseigentümern

Nach intensiven Gesprächen mit den privaten Grundstückseigentümern sei erst vor kurzem ein Kompromiss gefunden worden, der "sinnvoll ist, allen wehtut und mit dem am Ende alle einverstanden sind", so Müller. Die Grundstückseigentümer seien bereit, das Leitungsrecht in den Grundstücken zu gewähren und in den Straßenflächen Leitungen einbauen zu lassen.

Gemeinde baut Rückhaltemulde für Regenwasser

Eike Reckmann vom Ingenieurbüro Reckmann aus Owingen stellte die Erschließungsplanungen vor, konnte jedoch aufgrund der kurzfristigen Entwicklungen keine konkreten Zahlen vorlegen. Regenwasser und Schmutzwasser sollen über getrennte Systeme entwässert werden. Das Regenwasser fließt nach einer Vorbehandlung in eine 20 mal 20 Meter große Versickerungs-und Rückhaldemulde auf einem gemeindeeigenen Grundstück. "Wir versuchen es über diese Lösung zu schaffen, dass der Grundstückseigentümer keine eigene Sickermulde machen muss", so Müller. Das Schmutzwasser gehe direkt in die Kläranlage.

Erschließung vor dem Winter als Ziel

Die Straße soll fünf Meter breit sein. Es sollen sechs öffentliche Stellplätze und eine öffentliche Grünfläche entstehen. Reckmann hofft auf eine Ausschreibung im Herbst und einem Beginn der Erschließungsarbeiten vor dem Winter.