Viel Natur als Lebensraum für Insekten, Vögel und mediterranes Flair zeichnet den Garten von Paula und Alfons Halmer in Walbertsweiler aus. Mit dem Umbau des benachbarten Hauses gestaltete das Ehepaar auch den stimmungsvollen Garten neu. Ein Teil der weitläufigen Anlage ist durch Büsche und Sträucher von der Straße nicht einsehbar. Dahinter verbirgt sich ein runder Gartenpavillon. An dessen Füßen ranken Winden, Geißblatt und eine Rose empor. "Es ist ein toller Platz, wenn es heiß ist. Denn zwei alte Apfelbäume spenden Naturschatten", sagt Paula Halmer.

Der runde Gartenpavillon unter dem Schatten der alten Apfelbäume ist bei heißem Wetter ein idealer Platz, sagt die leidenschaftliche Hobbygärtnerin Paula Halmer aus Walbertsweiler.
Der runde Gartenpavillon unter dem Schatten der alten Apfelbäume ist bei heißem Wetter ein idealer Platz, sagt die leidenschaftliche Hobbygärtnerin Paula Halmer aus Walbertsweiler. | Bild: Sandra Häusler

Mehrere schattige Sitzplätze

Die 57-Jährige ist gelernte Gärtnerin, arbeitet aber heute nicht mehr in ihrem Beruf. Der Liebe zu Pflanzen blieb sie jedoch treu. Neben dem Pavillon plätschert aus einem alten Mühlstein das Wasser im kleinen Teich. Eine Göttin aus Ton steht gleich daneben mit ihrer Amphore bereit. Einen weiteren wettergeschützten und schattigen Sitzplatz hat das Paar direkt unter dem Balkon eingerichtet. "Wir sitzen auch draußen, wann andere noch nicht draußen sitzen, weil der Grillkamin auch heizt", berichtet Paula Halmer.

Bananenstauden, Olivenbäume und Palmen schaffen ein mediterranes Flair im Garten von Paula und Alfons Halmer in Walbertsweiler.
Bananenstauden, Olivenbäume und Palmen schaffen ein mediterranes Flair im Garten von Paula und Alfons Halmer in Walbertsweiler. | Bild: Sandra Häusler

Hopfen rankt bis zur Dachrinne. Innerhalb von drei bis vier Wochen kletterte die Pflanze bis zur Dachkante und spendet weiteren Schatten. Aus Abrissbalken eines alten Bauernhauses sägte den Beiden ein Bekannter drei Kerzen-Blumenstelen. Von der Sitzecke aus wandert der Blick durch Palmen und Bananenstauden in die Ferne.

Pflanzenfülle auf 600 Quadratmetern

Rund 600 Quadratmeter ist der Hausgarten groß. In einer Blumenrabatte hat das Paar eine abgestorbene Olive mit bodendeckenden weißen Rosen, Salbei, Kalifornischem Mohn, Echinacea und Mädchenauge in Szene gesetzt. Apropos Olive: Alfons Halmer hat eine Leidenschaft für mediterrane Pflanzen und so finden sich im naturnahen Garten von ihm gekaufte Oliven- und Orangenbäume, Hanfpalmen und Bananenstauden.

Im Blumenbeet ist ein abgestorbener Olivenbaum in weißen Strauchrosen, Salbei, Echinacea und Kalifornischem Mohn in Szene gesetzt.
Im Blumenbeet ist ein abgestorbener Olivenbaum in weißen Strauchrosen, Salbei, Echinacea und Kalifornischem Mohn in Szene gesetzt. | Bild: Sandra Häusler

Eine Steinmauer fasst das Kräuterbeet ein. Die Ecke am Schuppen haben Alfons und Paula mit Familienerbstücken gestaltet. Einen alten hölzernen Werkzeugschrank des Schwiegervaters hat Paula Halmer abgeschliffen und gestrichen, dann die großen Schubladen bepflanzt. Auf der Anrichte fühlt sich Hauswurz im alten Porzellan der Großmutter wohl.

In die Schubladen des alten Werkzeugschrankes vom Schwiegervater hat Paula Halmer Blumen gepflanzt. Auf der Anrichte fühlt sich Hauswurz im Porzellan ihrer Großmutter wohl.
In die Schubladen des alten Werkzeugschrankes vom Schwiegervater hat Paula Halmer Blumen gepflanzt. Auf der Anrichte fühlt sich Hauswurz im Porzellan ihrer Großmutter wohl. | Bild: Sandra Häusler

Holzplattform beim Schwimmteich

Unter einer alten Fichte im ehemaligen Hühnergarten erstreckt sich eine achteckige Holzplattform mit Blick über den weitläufigen Schwimmteich. Wie man Teiche anlegt und bepflanzt, hat sich Paula Halmer angelesen. Ein Wasserlauf bringt Sauerstoff ein. Vom Sitzplatz unter der Fichte können die Beiden ganztägig den Schatten genießen und abends die Sonne.

Unter der Fichte im ehemaligen Hühnergarten ist eine achteckige Holzplattform. Direkt am Schwimmteich ist hier ein ganztägiger Schattenplatz.
Unter der Fichte im ehemaligen Hühnergarten ist eine achteckige Holzplattform. Direkt am Schwimmteich ist hier ein ganztägiger Schattenplatz. | Bild: Sandra Häusler

Ein reges Leben tummelt sich am Teich. Im Kiesbett des Teiches baden Stare, Amseln, Drosseln und viele kleine Vögel zwischen Blutweiderich und Binsen, Hechtkraut, kleinen Rohrkolben und Sumpf-Iris. Frösche, Molche und Libellen haben hier eine Heimat gefunden und die Libellen schlüpfen aus ihren Larven an den Stängeln der Wasserpflanzen. Die durchscheinenden Larvenhäute bleiben nach dem Schlupf zurück.

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Nahrung für Insekten und Vögel

Die nebenstehende ganzjährige Blumenwiese bietet Insekten und Vögeln Nahrung und Lebensraum. Zur Straße hin ist der Garten mit unterschiedlichen Materialien eingefasst. An den bepflanzten Hang schließen eine Sandsteinmauer, eine Gabionenmauer und ganz neu ein angedeutetes Tor mit zwei Edelrostplatten an. "Diese Ideen sind immer von Alfons", sagt Paula Halmer. Sie zeigt die rosafarbene schwarzäugige Susanne, die sich am Treppengeländer emporschlingt, und sagt: "Ich freue mich gigantisch, wenn ich etwas beim Wachsen zusehen kann." Diese Pflanze findet sich an vielen anderen Stellen im Garten in Gelb, Weiß und Dunkelrot.

Dieses Jahr ist Paula Halmer besonders auf ihre bepflanzten Blumenkästen mit Hängebegonien, Dichondra, Bidens und Buschtagetes stolz. Direkt vom Balkon kann die leidenschaftliche Gärtnerin Trauben pflücken.
Dieses Jahr ist Paula Halmer besonders auf ihre bepflanzten Blumenkästen mit Hängebegonien, Dichondra, Bidens und Buschtagetes stolz. Direkt vom Balkon kann die leidenschaftliche Gärtnerin Trauben pflücken. | Bild: Sandra Häusler

Stolz ist Paula Halmer in diesem Jahr auf ihre Blumenkästen. Dort gibt es erst ab 15 Uhr Sonne. Gerade richtig für die roten Hängebegonien, Dichondra, Bidens und Buschtagetes. Direkt vom Balkon kann man Trauben pflücken. Die blauen Trauben aus dem Burgenland hatte Paula Halmer als Steckholz von ihrer Schwester bekommen, die Hopfenpflanzen von ihrem Schwager. Vieles im Garten von Paula und Alfons Halmer wächst von selbst, wie der Kastanienbaum, der Walnussbaum oder die Eberesche. "Dann lasse ich es auch wachsen. Man braucht jedoch ein Auge, um zu erkennen, dass es eine nutzbare Pflanze ist", sagt die begeisterte Hobbygärtnerin.

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Nach dem Schlupf der Libellen am Teich bleiben die durchscheinenden Larvenhäute zurück.
Nach dem Schlupf der Libellen am Teich bleiben die durchscheinenden Larvenhäute zurück. | Bild: Sandra Häusler
Ganz neu ist das angedeutete Tor mit den beiden großen Stahlflügeln entstanden.
Ganz neu ist das angedeutete Tor mit den beiden großen Stahlflügeln entstanden. | Bild: Sandra Häusler

Gartensteckbrief

  • Liebe zur Natur: Paula und Alfons Halmer ist ein naturnaher Garten wichtig, der vielen Tieren und Insekten Nahrung und Lebensraum bietet. Die ganzjährige Blumenwiese wird ein- bis zweimal pro Jahr gemäht.
  • Pflanzenmix: Den mediterranen Pflanzen hat sich Alfons Halmer verschrieben. Er hat die Olivenbäume, Orangenbäume, Palmen und Bananenstaude ausgewählt. Rote Hängebegonien, Bidens, Dichondra und Buschtagetes genießen den Balkonplatz, der erst nachmittags ab 15 Uhr Sonne bekommt.