Was hat die Feuerwehr zu dieser Werbeaktion mit Informationsveranstaltung veranlasst?

Einige Kameraden wechselten in die Altersabteilung. Die Freiwillige Feuerwehr braucht einen Grundstock an Personal, mit dem sie rechnen kann. Es sollen mit der Werbung auch Neubürger angesprochen werden. Es gibt vielleicht einige, die bereits an ihrem bisherigen Wohnort in der Feuerwehr aktiv waren. Ihnen soll die Chance gegeben werden, ihr Ehrenamt in der neuen Gemeinde weiterzuführen. Auch Frauen sind ausdrücklich willkommen.

Warum sind die Flyer so provokativ gestaltet?

Wir hatten bereits 2014 eine Mitgliederwerbeaktion mit demselben Wortlaut durchgeführt. Ein neues Mitglied konnte so gewonnen werden. Es waren viele Interessierte da, sogar ein Geflüchteter, das hat uns sehr gefreut. Dieser hat jedoch mittlerweile mit seiner Familie den Wohnort gewechselt. Der Wortlaut soll verdeutlichen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass dann, wenn ein Bürger die Telefonnummer 112 wählt, jemand unverzüglich seinen Arbeitsplatz verlässt, um im Einsatz Hilfe zu leisten.

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Wie viele Kameraden hat die Abteilung Wald aktuell?

Aktuell sind es 30 aktive Mitglieder, darunter drei Frauen. Die Tagesverfügbarkeit könnte deutlich besser sein. Weil in der Gemeinde Wald direkt wenige Feuerwehrleute arbeiten, ist der Großteil im Umland beschäftigt. Sie brauchen je nach Verkehrsaufkommen bei Einsätzen acht bis zehn Minuten, um vom Arbeitsplatz ins Feuerwehrgerätehaus zu kommen. Gerade auch mit Blick auf die Großobjekte Heimschule mit Internat, Seniorenzentrum und Grundschule werden ab einem gewissen Alarmstichwort auch weitere Feuerwehrabteilungen und Wehren umliegender Gemeinden mit alarmiert, wie Pfullendorf und Meßkirch.

Was macht für Sie den Dienst in der Feuerwehr aus?

Ich engagiere mich bereits seit meiner Jugend in der Feuerwehr, weil ich anderen Menschen damit helfen kann, wenn sie in Not sind. Es gibt eine tolle Kameradschaft, einen guten Zusammenhalt. Es macht Spaß. Der Dienst in der Feuerwehr kann ein Hobby sein, in das die gesamte Familie integriert werden kann.

Ist die Tätigkeit manchmal auch belastend?

Schwere Verkehrsunfälle bleiben im Bewusstsein haften. Aber es entsteht ein Glücksgefühl, wenn der Einsatz gut verläuft. Wir erfahren die Dankbarkeit der Menschen für die Hilfe in der Not.

Wie viele Einsätze hatten sie dieses Jahr bereits?

Wir hatten bereits 20 Einsätze, darunter drei Brände, drei Einsätze durch Brandmeldeanlagen und 14 Mal technische Hilfeleistung.

Was wird beim Informationsnachmittag am 28. Oktober geboten?

Es wird alles rund um die Feuerwehr geboten, Fahrzeuge und deren Technik vorgestellt, das Vorgehen bei Einsätzen, Mittel der Technischen Rettung, Atemschutzgeräte, Schutzausrüstung. Die Jugendfeuerwehr betreut eine Spielstraße für Kinder.

Fragen: Sandra Häusler