Für eine Verbesserung der Verkehrssicherheit auf dem Radweg von Wald nach Pfullendorf setzen sich die Radler der Jedermänner-Gruppe des Turn-und Sportvereins Wald ein. Die Gemeinde Wald stellt derzeit in Zusammenarbeit mit der Stadt Pfullendorf einen Antrag beim Landratsamt Sigmaringen, der von der Radlergruppe der Jedermänner-Gruppe mit einer Liste mit 220 Unterschriften unterstützt wird, 60 davon aus Pfullendorf.

Gefahrenstellen dokumentiert

Gemeinsam mit Mitinitiator Konrad Nipp (links) fuhr der Walder Bürgermeister Joachim Grüner (rechts) Anfang Juli mit dem Fahrrad die ...
Gemeinsam mit Mitinitiator Konrad Nipp (links) fuhr der Walder Bürgermeister Joachim Grüner (rechts) Anfang Juli mit dem Fahrrad die Strecke ab und dokumentierte Gefahrenstellen, die an den Fahrradmanager vom Landratsamt Sigmaringen weitergegeben werden. | Bild: Gemeindeverwaltung Wald

Walds Bürgermeister Joachim Grüner fuhr mit Mitinitiator Konrad Nipp nun mit dem Fahrrad die Strecke ab und dokumentierte Gefahrenstellen, die an den Fahrradmanager des Landratsamts weitergegeben werden. Das Fazit des Rathauschefs: „Auf der Fahrt habe ich gemerkt, wie anstrengend und auch wie gefährlich es für Radfahrer ist auf den ‚normalen‘ Straßen zu fahren. Auf der Rückfahrt vom Seepark sind wir durch den Wald gefahren. Das war wesentlich entspannter.“

Innerorts in Hippetsweiler kein Radweg

Auch diese Kurve in Hippetsweiler birgt eine Gefahr für Radler durch überholende Fahrzeuge. Durch Hippetsweiler müssen Radfahrer auf der ...
Auch diese Kurve in Hippetsweiler birgt eine Gefahr für Radler durch überholende Fahrzeuge. Durch Hippetsweiler müssen Radfahrer auf der Pfullendorfer Straße fahren. | Bild: Sandra Häusler

Führt am Ortsausgang von Wald in Richtung Hippetsweiler noch ein Radweg entlang der Straße bis zum Ortsbeginn von Hippetsweiler, müssen die Radfahrer innerorts auf die Fahrbahn wechseln. Gerade der unübersichtliche Kurvenbereiche an der Kapelle und dem Bauernhof Hahn bergen Gefahren für die Radler. Auch die SÜDKURIER-Mitarbeiterin hat dort schon eine brenzlige Situation erlebt, als sie mit ihrem Dienstrad in Richtung Wald fuhr und kurz vor der Kapelle von einem Kieslaster überholt wurde. Ein entgegenkommendes Fahrzeug konnte gerade noch in die Bushaltestelle ausweichen. Zwischen Hippetsweiler und Gaisweiler führt wieder ein Radweg, wobei die Straßenseite gewechselt werden muss. Am Ortsbeginn in Gaisweiler müssen Radfahrer wieder die Straßenseite auf Pfullendorfer Straße wechseln, um am Kieswerk wieder nach links auf den neuen Radweg bis zum Kreisverkehr zu gelangen.

Eine Gefahrenstelle für Radfahrer ist die unübersichliche Kurvenlage an der Hippetsweiler Kapelle.
Eine Gefahrenstelle für Radfahrer ist die unübersichliche Kurvenlage an der Hippetsweiler Kapelle. | Bild: Sandra Häusler

Breite Gehwege für Radverkehr nutzen

Für die Gemeinde Wald selbst regen die Radler an, dort die breiten Gehwege entlang der Hohenzollern-Straße und der Von-Weckenstein-Straße für den Radverkehr freizugeben. Die Weiterfahrt von Wald-Allmannshofen in Richtung Meßkirch entlang der Landesstraße L 195 wird von Konrad Nipp als gefährlich eingestuft. Für die weitere Verbindung von Walbertsweiler in Richtung Meßkirch wurde bislang noch kein Radweg geplant, wobei die grüne Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden nach eigenen Angaben mehrere Monate mit den Fürstenhäusern zu Fürstenberg und zu Hohenzollern, beziehungsweise mit deren Waldbeauftragten, Dr. Jens Borchers und Raimund Friderichs, verhandelt. „Es ist mir gelungen, die Erlaubnis für einen provisorischen Radweg und dessen Ausschilderung durch den Wald zu erhalten. Das erscheint mir wichtig, denn sowohl einheimische Bürger, Schüler, als auch Gäste und Touristen müssen wissen, wo sie landen, wenn sie in den Wald hineinfahren“, schildert Bogner-Unden.

Hannelore Groß und Konrad Nipp von der Radlergruppe der Jedermännergruppe des TSV Wald (von links) brachten die 220 Unterschriften aufs ...
Hannelore Groß und Konrad Nipp von der Radlergruppe der Jedermännergruppe des TSV Wald (von links) brachten die 220 Unterschriften aufs Walder Rathaus. | Bild: Sandra Häusler

Gespräche zwischen Landratsamt und Fürstenhäusern

Die Politikerin berichtet weiter, dass ihr in einem Gespräch zwischen Landrätin Stefanie Bürkle und dem neuen Fahrradbeauftragten Rolf Epple zugesagt wurde, sich um die Gestaltung der Radwegeschilder zu kümmern. Andrea Bogner-Unden ergänzte, dass sich Rolf Epple und die Vertreter der Fürstenhäuser bereits vor Ort getroffen haben, um sich darüber abzustimmen, wo die Schilder aufgestellt und befestigt werden sollen.

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