Der Technische Ausschuss des Gemeinderats von Stetten am kalten Markt hat bei einen Vor-Ort-Termin die Fahrzeuge des gemeindlichen Bauhofs in Augenschein genommen und gemeinsam mit Bürgermeister Maik Lehn, dem Leiter der Finanz-, Bau- und Liegenschaftsverwaltung, Ermilio Verrengia, Markus Spende von der Bauhofverwaltung und Bauhofvorarbeiter Markus Seßler über notwendige Anschaffungen beraten.

Iseki-Kleintraktor hält Bauhof-Anforderungen nicht stand

Hierbei stellte Seßler dem Gremium sein „Sorgenkind“ vor, einen Iseki-Kleintraktor mit Winterausrüstung, der erst 2017 zu einem Preis von 47 500 Euro angeschafft worden war. Nach Aussagen des Vorarbeiters hält der Iseki den Anforderungen des Bauhofalltags nicht stand: „Dieses Fahrzeug ist einfach zu anfällig und verursacht dauerhafte Zusatzkosten“. Seine Empfehlung lautete, das Fahrzeug jetzt zu verkaufen, da aufgrund des noch jungen Alters sehr gute Rückkaufkonditionen bestünden. Ein Angebot in Höhe von 22 000 Euro läge bereits vor. Als Ersatz für den Iseki sollte ein Kleintraktor der Marke Kubota angeschafft werden, da mit diesem vor dem Kauf des Iseki gute Erfahrungen gemacht worden seien.

Alter VW-Allrad-Crafter macht zunehmend Probleme

Ein weiterer Kandidat, der ausgetauscht werden sollte, ist ein VW-Allrad-Crafter, dessen Ladefläche gekippt werden kann. Dieses Fahrzeug stammt ursprünglich aus dem Bestand des Forstes und sei durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten nicht mehr wegzudenken, betonte Seßler. Allerdings mache das Auto zunehmend Probleme, zudem stehe eine kostspielige Hauptuntersuchung an. Deshalb empfahl der Bauhofvorarbeiter, statt des Transporters wieder einen Allrad mit Kipper zu beschaffen.

Bauhofvorarbeiter rät von einem normalen Transporter ab

Im Bauhofkonzept der Gemeinde war vorgesehen, dass dieser gegen einen normalen Transporter ausgetauscht werden sollte. Doch Seßler zählte die Vorteile des VW-Allradkippers auf, der beste Dienste in allen Situationen geleistet hat. Schlussendlich einigten sich die Verantwortlichen darauf, als Ersatz für den Crafter eine VW-Pritsche mit Allradantrieb für rund 30 000 Euro zu kaufen. Für das Altfahrzeug könnten durch Rücknahme des Verkäufers noch etwa 8250 Euro erlöst werden, so Verrengia.

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Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung betraf die PDAs, kleine tragbare Computer, die sozusagen die Rapportzettel in elektronischer Form ersetzt haben. Mit diesen „Personal digital Assistenten“ halten die Bauhofmitarbeiter ihre Einsätze mit Uhrzeiten, eingesetzten Fahrzeugen und Gerätschaften sowie Einsatzorten fest. Aus diesen Daten kann der Kämmerer anschließend die Kosten errechnen, die somit in das gemeindliche Finanzprogramm eingespielt werden. Wie Kämmerer Verrengia auf Anfrage erläuterte, wird hierbei auf diese Weise beispielsweise das Rathaus mit den Kosten belastet oder kann einem Dritten in Rechnung gestellt werden, falls zum Beispiel Instandsetzungsarbeiten nach einem Unfall entstanden sind.

Neue Software mit Lesesystemen würde 30.000 Euro kosten

Diese PDAs seien mittlerweile unersetzlich geworden, doch die Problematik sei, überhaupt noch entsprechende Geräte zu finden, führte Markus Spende aus. 4000 Euro müssten in den Erhalt und Erweiterung der vorhandenen Geräte und des Systems investiert werden. Die Alternative wäre eine komplett neue Software samt Lesegeräte, so Spende, doch dies gebe die aktuelle Haushaltslage nicht her, denn dies würde Kosten in Höhe von rund 30 000 Euro verursachen. Solange noch Geräte für das alte System zu bekommen sind, soll eine Neuanschaffung hinausgeschoben werden, beschlossen daher die Mitglieder des Ausschusses.