Bilderbuchwetter lockte am Wochenende die Besucher auf die Pisten, Loipen und Spazierwege. Mit seinem Angebot, die Skilifte im Storzinger Tal für Familien oder Paare zu vermieten, landete der Stettener Skiclub einen Volltreffer. Die Lifte sind bis einschließlich kommenden Sonntag nahezu ausgebucht.

Auch Loipen und Spazierwege wurden bei herrlichem Winterwetter gerne genutzt.
Auch Loipen und Spazierwege wurden bei herrlichem Winterwetter gerne genutzt. | Bild: Gerd Feuerstein

Termine in kürzester Zeit fast alle vergeben

Wie riesig das Interesse der Skifahrer war, machte am Samstagnachmittag Christine Unger gegenüber dem SÜDKURIER deutlich: „Kaum hatten wir am Freitagmittag das Angebot in den sozialen Medien kommuniziert, stand das Telefon bis am Abend nicht mehr still“, so die stellvertretende Vorsitzende des SC Stetten. Nachdem sie dieses gegen 19 Uhr abgeschaltet habe, seien bereits so gut wie alle Termine belegt gewesen. Als sie später kurz aufs Telefon geschaut habe, seien nochmal 31 Anrufe drauf gewesen.

SC-Vorsitzender Martin Löffler und seine Stellvertreterin Christine Unger haben das Konzept erarbeitet und freuen sich, dass die Lifte für einzelne Familien und Paare in Betrieb sind.
SC-Vorsitzender Martin Löffler und seine Stellvertreterin Christine Unger haben das Konzept erarbeitet und freuen sich, dass die Lifte für einzelne Familien und Paare in Betrieb sind. | Bild: Gerd Feuerstein

„Mit diesem brutalen Ansturm haben wir überhaupt nicht gerechnet“, sagte der Vorsitzende Martin Löffler, der sich beim Landratsamt Sigmaringen um die Genehmigung bemüht hatte: „Wir wollten den Skifahrern bei diesen tollen Pistenverhältnissen einfach ein Angebot machen“, so Löffler. Dafür hatte der Club eigens ein Hygienekonzept erarbeitet, auf dessen Einhaltung die jeweiligen Aufsichtspersonen stets achteten: „Wir wollen kontrollierten Sport betreiben und den Familien in diesen lausigen Zeiten ein gemeinsames, absolut sicheres Erlebnis bieten“, betonte Löffler.

„Traumerlebnis auf dem Stettener Skihang“

Für sie war die Stunde am Stettener Skihang „ein Traumerlebnis“: Romina, Sigrid und Michael Hahn (von links) genossen das Skifahren in vollen Zügen.
Für sie war die Stunde am Stettener Skihang „ein Traumerlebnis“: Romina, Sigrid und Michael Hahn (von links) genossen das Skifahren in vollen Zügen. | Bild: Gerd Feuerstein

Und wie sehr sich die Skifahrer danach gesehnt haben, war ihren strahlenden Gesichtern und den kurzen Statements zu entnehmen, die sie gerne zum Besten gaben: „Ein Traumerlebnis heute am Stettener Skihang, einfach nur Mega, den Hang für sich alleine zu haben“, strahlte beispielsweise Sigrid Hahn. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Michael und Tochter Romina hatte sie gerade eine Stunde Skigenuss hinter sich: „Wir konnten uns so richtig auspowern. Und die Piste ist wirklich Bombe“, freuten sie sich und waren total glücklich, dass sie sofort einen Termin reserviert hatten. Das hatte auch Familie Wissmann aus Gammertingen getan, die den Hang ein ums andere Mal runter brausten und ihre helle Freude kaum in Worte fassen konnten: „Mit geht einfach das Herz auf, wir haben das Skifahren sooo sehr vermisst“, so Christine Wissmann. Es sei eine tolle Sache und wirklich Genuss pur, war sich die ganze Familie einig.

Gleich noch einen Termin gebucht

Moritz und Hellen Sauter aus Meßstetten nutzten zusammen mit ihrem Papa Bernd den kleinen Bügellift.
Moritz und Hellen Sauter aus Meßstetten nutzten zusammen mit ihrem Papa Bernd den kleinen Bügellift. | Bild: Gerd Feuerstein

Parallel hatte Familie Sauter aus Meßstetten den kleinen Bügellift in Beschlag genommen. Moritz und Hellen ließen sich mit Begeisterung den flacheren Hang nach oben ziehen und wedelten mit ihrem Papa Bernd immer wieder runter: „Wir haben für nächsten Sonntag gleich nochmal gebucht“, zeigten sie sich begeistert. Und so ging es bis in den dunklen Abend hinein – dann natürlich unter Flutlicht – weiter.

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Genehmigung ist bisher nur vorläufig

Jede Stunde war eine andere Familie oder ein anderen Paar an der Reihe: „Der letzte Einstieg ist um 18 Uhr, so dass bis 19 Uhr gefahren werden kann“, sagt Martin Löffler und hofft, dass die vorläufige Genehmigung des Landratsamtes Sigmaringen Bestand hat: „Derzeit läuft eine Anfrage des Landratsamts beim Gesundheitsministerium in Stuttgart, weil man die endgültige Entscheidung nicht selbst tragen will“, zuckt Löffler mit den Schultern: „Sicherer als hier am Hang geht`s wohl kaum“ und deutet er auf den nahe gelegenen Schlittenhang, an dem sich unkontrolliert viel, viel mehr Menschen vergnügen.

Informationen im Internet: scstetten.de