Einen spannenden und kurzweilen Nachmittag hat die Stettener Bockzunft zahlreichen Kindern beim Sommerferienprogramm geboten. Statt – wie in der Narrensaison gewohnt – mit anderen Zünften und Mäschgerle durchs Dorf zu ziehen, stand für die teilnehmenden Kinder eine abenteuerliche Schnitzeljagd bei den Steighöfen auf dem Programm.

Weniger Anmeldungen als erwartet

Obwohl das Sommerferienprogramm aufgrund der Corona-Pandemie heuer nur sehr wenige Angebote beinhaltete, hielten sich die Anmeldungen mit 20 Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren – auch zum Erstaunen des Organisationsteams der Bockzunft – in Grenzen: „Um nicht zu viele Kinder in den Gruppen zu haben, hatten wir die Aktion ursprünglich für zwei Tage geplant“, erzählt Melanie Hahn im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Doch nachdem sich insgesamt nur 20 Kinder angemeldet hatten, habe man sich entschlossen, alle an einem Tag zusammen zu bringen.

Quer durch den Wald verlief die Schnitzeljagd, bei der es gleich heißt mit den Stöcken möglichst viele Ringe vom Boden aufzunehmen.
Quer durch den Wald verlief die Schnitzeljagd, bei der es gleich heißt mit den Stöcken möglichst viele Ringe vom Boden aufzunehmen. | Bild: Gerd Feuerstein

Spiele und Abenteuer auf der Wanderstrecke

Treffpunkt war auf den Steighöfen, wo auf die Kinder auf der Wanderstrecke zwischen dem Naturfreundehaus Donautal und der Schutzhütte bei den Schaufelsen einige spannende Spiele und Abenteuer erwarteten. Zunächst wurden die Teilnehmer in drei Gruppen gelost und altersgerecht verteilt. Aber dann ging es auch schon los. Nach dem Start galt es zunächst quer durch den Wald einen interessanten Parcours im Staffellauf zu bezwingen. Geschicklichkeit und Cleverness waren in den folgenden Spielen gefragt. Denn Eierlauf im Slalom samt Treffgenauigkeit an der finalen Zielscheibe oder kleine Ringe mit Ästen aufzunehmen forderten den Kindern einige Fähigkeiten ab.

Beim Slalomeierlauf im Wald mit anschließendem Wurf auf die Zielscheibe war Geschicklichkeit gefragt.
Beim Slalomeierlauf im Wald mit anschließendem Wurf auf die Zielscheibe war Geschicklichkeit gefragt. | Bild: Gerd Feuerstein

Ohne Teamgeist kein Erfolg

Ohne Teamgeist war dann das folgende Spiel nicht zu gewinnen. Denn gemeinsam galt es, sich im Wald auf die Suche nach einem verborgenen Schatz zu machen. Als sich dieser schließlich als leckere Gummibärchen entpuppte, die sofort vertilgt werden durften, war die Freude bei den Kindern natürlich groß. Und auch die Gaudi kam an diesem Nachmittag nicht zu kurz. So galt es mit einem Tennisball zahlreiche Flaschen in der richtigen Reihenfolge umzuwerfen. Besondere Schwierigkeit: Der Tennisball befand sich in einer Strumpfhose, die den Kindern über den Kopf gestülpt wurde. Dass dabei neben der Gaudi auch eine gewisse Finesse gefragt war, braucht nicht betont zu werden.

Bevor die Pizzen geliefert wurden, konnten sich die Kinder auf dem Spielplatz beim Naturfreundehaus noch einmal so richtig austoben.
Bevor die Pizzen geliefert wurden, konnten sich die Kinder auf dem Spielplatz beim Naturfreundehaus noch einmal so richtig austoben. | Bild: Gerd Feuerstein

Als Lieblingsspiel bei den Kindern entpuppte sich aber das sogenannte „Bierkistenrennen„, bei dem die Teammitglieder eine bestimmte Strecke auf einigen Bierkästen absolvieren mussten, ohne von den Kisten zu fallen. Wenn der Boden versehentlich berührt wurde oder jemand ganz von der Bierkiste fiel, mussten sie wieder zurück, Gaudi und natürlich auch Frust inklusive. Nur das Team, das – im wahrsten Sinne des Wortes – „ganz fest zusammen gehalten“ hat, konnte hier erfolgreich bestehen. Zurück beim Naturfreundehaus ging die Schnitzeljagd mit einer Rätselrunde, mit Scherzfragen sowie einem Riechspiel auch schon ihrem Ende entgegen.

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Zu den Höhepunkten gehörte das abschließende Pizzaessen, bei dem die hungrigen Kinder und das Helferteam um Melanie Hahn, Caroline Ruf, Stefan Beck, Kathleen Bamberg und Jessica Scheck nicht zu kurz kamen. Selbst die Wespenplage, bei der zwei Kids nicht ganz ungeschoren davon kamen, konnte am Ende das Vergnügen nicht trüben, waren sich Organisatoren und Teilnehmer einig.

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