Mit dem Kulturpreis des Landkreises Sigmaringen werden Personen und Institutionen geehrt, die sich überregional verdient gemacht haben. Dabei werden alle kulturellen Sparten wie Kunst, Kultur, Literatur und Theater aus dem gesamten Landkreis berücksichtigt. Der Preis wird jährlich vergeben und durch die Volks- und Raiffeisenbanken des Landkreises finanziell gefördert.

Würdigung der Leistungen der gesamten Theaterfamilie

Die Freude bei der Stettener Theaterfamilie war riesig, als Sigmaringens Landrätin Stefanie Bürkle vor einigen Tagen die frohe Kunde an Claudia Mogg übermittelte. Die langjährige Produktionsleiterin der Stettener Sommertheater, die nach den vergangenen Aufführungen ihren endgültigen Abschied aus dieser Funktion verkündet hat, strahlte im Gespräch mit dem SÜDKURIER: „Ich freue mich ungemein für unsere ganze Theaterfamilie, deren grandiose Leistungen damit noch einmal in herausragender Weise gewürdigt werden“, sagte sie.

20 Jahre lang stand Claudia Mogg (Mitte) als Produktionsleiterin an der Spitze der Stettener Theaterfamilie. Dafür dankten ihr Bürgermeister Maik Lehn (links) sowie der Vorsitzende des Fördervereins „Attraktive Region“, Fritz Pfeiffer, und überreichten Blumen.
20 Jahre lang stand Claudia Mogg (Mitte) als Produktionsleiterin an der Spitze der Stettener Theaterfamilie. Dafür dankten ihr Bürgermeister Maik Lehn (links) sowie der Vorsitzende des Fördervereins „Attraktive Region“, Fritz Pfeiffer, und überreichten Blumen. | Bild: Juergen M. Leutner

Acht Vorführungen des Stücks „Stetten – dem Himmel so nah“ hatten im vergangenen Sommer Tausende Zuschauer auf den Heuberg gelockt. Bei dem Stück handelte es sich um eine Neuinszenierung des ersten Bühnenwerkes, mit dem sich die Stettener Laiendarsteller anlässlich des 1200. Jubiläums der Gemeinde vor genau 20 Jahren erstmals in die Herzen der Zuschauer gespielt hatten und seinerzeit eine ungeahnte Erfolgsgeschichte einleiteten.

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Großes Lob vom Ministerpräsidenten

Für ihre Darbietungen wurden die Stettener Laiendarsteller im vergangenen Sommer mit Komplimenten überschüttet. Lob kam auch von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der mit seiner Frau Gerlinde einer der Aufführungen im Stettener Schlosshof beiwohnte: „Wir haben einen spannenden, sehr aufregenden Abend hinter uns, weil wir zusammen ein wahrlich großartiges Theater auf allerhöchstem Niveau erleben durften“, fasste der Landesvater damals seine Eindrücke in einer spontanen Reaktion zusammen.

Auch Landesvater Winfried Kretschmann war voll des Lobes: „Chapeau, es war einfach eine grandiose Leistung“, lobte der Ministerpräsident, den „erlebnisreichen Gang durch die Geschichte Stettens“.
Auch Landesvater Winfried Kretschmann war voll des Lobes: „Chapeau, es war einfach eine grandiose Leistung“, lobte der Ministerpräsident, den „erlebnisreichen Gang durch die Geschichte Stettens“. | Bild: Gerd Feuerstein

Aber nicht nur Kretschmann zeigte sich von dem erlebnisreichen Gang durch die mehr als 1200-jährige Stettener Geschichte, die eng mit der Geschichte der Region, des Landes, der Republik und mit Europa verbunden ist, tief beeindruckt.

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„Die Kritiken und Rückmeldungen waren einfach überwältigend“, fasst Bürgermeister Maik Lehn auch noch ein Jahr später die Dinge zusammen: „Sie können sich nicht vorstellen, von wie vielen Seiten ich durchweg lobend auf die tollen Vorführungen angesprochen wurde.“

Tausende Zuschauer zeigten sich im vergangenen Sommer von den acht Aufführungen im Stettener Schlosshof begeistert.
Tausende Zuschauer zeigten sich im vergangenen Sommer von den acht Aufführungen im Stettener Schlosshof begeistert. | Bild: Gerd Feuerstein

Umso mehr freuen sich das Gemeindeoberhaupt und die langjährige Produktionsleiterin, dass die Leistungen „unserer gesamten Theaterfamilie„ nun noch einmal „in so herausragender Weise gewürdigt“ werden.

Offizielle Verleihung soll im Schlosshof stattfinden

Die offizielle Preisverleihung ist für Sonntag, 4. Oktober um 14 Uhr geplant. Verbunden mit einem Festakt wird Landrätin Stefanie Bürkle den Preis im Stettener Schlosshof verleihen. Zwar wurde für den Tag auch die Alemannenhalle reserviert. Aber viel lieber wäre den Verantwortlichen, die Veranstaltung im Schlosshof abhalten zu können: „Das ist genau unser Ort, an dem wir uns zuhause fühlen“, sagt Claudia Mogg.

Tausende Besucher aus der gesamten Region kamen im vergangenen Sommer in den Stettener Schlosshof, um die Inszenierungen zu sehen.
Tausende Besucher aus der gesamten Region kamen im vergangenen Sommer in den Stettener Schlosshof, um die Inszenierungen zu sehen. | Bild: Gerd Feuerstein

Gemeinsam mit den Organisatoren der Volksbank Albstadt und dem Bereichsleiter „Kultur und Archiv“ des Landkreises Sigmaringen, Edwin Ernst Weber, hofft sie auf gutes Wetter: „Die wettererprobten Mitglieder des Sommertheaters setzen sich beim Kirchenpatron Mauritius und dem Wetterpatron Petrus für akzeptable Witterungsbedingungen ein, damit die Veranstaltung open air möglich ist“, so Claudia Mogg.