In Schwenningen wurde am Sonntag endlich mal wieder ein Fest gefeiert. Der Tennisclub, der eigentlich an diesem Tag sein Wirterecht im Strohpark gehabt hätte, zeigte sich erfinderisch. Der Center Court, also Platz 1 der vier Sandplätze auf der schmucken Anlage im Sportzentrum Staudenbühl, diente als ideale Plattform für den Auftritt der 18-köpfigen Kapelle „Holzschlagblech“. Unter der Leitung von Simon Löw präsentierte das Ensemble bei sonnigem Wetter über vier Stunden lang böhmisch-mährische Weisen in der bekannten Perfektion.

Das Ensemble Holzschlagblech spielt auf dem Center Court und die Gäste sitzen um den Platz.
Das Ensemble Holzschlagblech spielt auf dem Center Court und die Gäste sitzen um den Platz. | Bild: Wilfried Koch
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„Unser Name ergibt sich aus den drei Bezeichnungen Holzinstrumente, Schlagzeug und Blechinstrumente“, informierte Simon Löw die Besucher. Die Technik lag in bewährten Händen von Paul Löw. Zum Frühschoppen servierte der Tennisclub seinen Gästen im Biergarten ein Weißwurstfrühstück. Die Zuhörer verteilten sich auf drei Ebenen rund um das Tennisfeld und sparten nicht mit Beifall.

Die Gäste beim Biergarten-Event waren am Sonntag restlos begeistert.
Die Gäste beim Biergarten-Event waren am Sonntag restlos begeistert. | Bild: Wilfried Koch

Die Gruppe, die seit einigen Jahren regelmäßiger musikalischer Gast des Strohparks in Schwenningen ist, freute sich genauso wie die Gäste, dass es in Corona-Zeiten überhaupt mal wieder einen Live-Auftritt geben konnte. Zahlreiche Lieder aus dem Repertoire von Ernst Mosch, beispielsweise das bekannte „Wir sind Kinder von der Eger“ oder der Scherzachtaler Blasmusik wurden den Blasmusikfreunden präsentiert. Während der Schwenninger Metzger Frank Johann Bosch den Besuchern „Ochsenbrust an Meerrettichsoße mit Salzkartoffeln“ als Mittagstisch servierte, wurde mit Polkamusik oder international bekannten Melodien zusätzlich eingeheizt.

Das Ensemble Holzschlagblech kam am Sonntag auf dem Tennisplatz trotz der Sonnenschirme wegen der warmen Witterung ins Schwitzen.
Das Ensemble Holzschlagblech kam am Sonntag auf dem Tennisplatz trotz der Sonnenschirme wegen der warmen Witterung ins Schwitzen. | Bild: Wilfried Koch

Inzwischen kamen auch einige Solo-Beiträge zur Aufführung. Wolfgang „Wogge“ Kraus, ein Meister auf der Trompete kam ganz schön ins Schwitzen bei seinen Soli „Silberfäden“, und „Andalucia“. Zudem brillierte er mit dem Tenorhorn-Spezialisten Stefan Frick. Sie ließen „Die zwei Turteltauben“ ihre Kreise über dem Staudenbühl ziehen. Der Tennisclub verwöhnte derweil mit einem Kuchenbuffet. Schließlich durfte Wolfgang Stingel, einer der treibenden Kräfte bei der Organisation des einzigen Festes seit der Fasnet, als Sänger hinunter zu Holzschlagblech und sang das Abschiedslied „Ciao Amore“ von den Kastelruther Spatzen.

Trompeter Wolfgang „Wogge“ Kraus aus Frohnstetten begeisterte mit seinen Soli das musikalische Publikum. Er ist ein echter Meister seines Instrumentes.
Trompeter Wolfgang „Wogge“ Kraus aus Frohnstetten begeisterte mit seinen Soli das musikalische Publikum. Er ist ein echter Meister seines Instrumentes. | Bild: Wilfried Koch

Ehrenvorsitzender Wilfried Siber dankte nach viereinhalb Stunden der prächtig aufgelegten Kapelle. „Diejenigen , die sich wegen Corona oder aus sonstigen Gründen nicht auf den Staudenbühl getraut hatten, haben einen echten Höhepunkt verpasst“, meinte Ehrenvorsitzender Georg Straub.

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