Am Schmotzigen Donnerstag überraschte der Narrenverein Wasserschöpfer in Person ihres Büttels Timo Wetterer die Bürgermeisterin Roswitha Beck samt komplettem Rathaus-Team. Anstelle der obligatorischen Erstürmung des Rathaus stellte sich der Büttel vor dem Rathaus als neuer verantwortlicher Impfarzt der Heubergkommune vor. Er kündigte der Rathauschefin an, dass er sich jetzt im Rathaus sein Impfzentrum einrichten werde. Die Bürgermeisterin stellte er als seine Impf-Assistentin ein mit den Worten: „ Bürgermoistere Du verimpfst mit mir jetzt des Mittel, drum kriagscht au an weißa Kittel“. Und weiter: „Dir zeug i jetzt dia Impferei, dann machst Du des erst mol bei deim Fraua Verei“, in Anspielung auf das 100-prozentig weibliche Personal im Rathaus.

Eimer voller Spritzen

Er überreichte ihr deshalb nicht nur einen Eimer voller Spritzen mit Impfdosen, sondern auch für alle Mitarbeiterinnen und die drei männlichen Gemeindearbeiter das sauber eingeschweißte Schwenninger „Corona-Care-Paket“ mit zwei Wassergeistern zum desinfizieren, Maske, einer Spritze und einer Rolle Klopapier. „Die Nebawirkung vo meim Impfstoff sind grandios, do wirst sogar da ganze Stress uff oimol los“, schwärmte Timo vom seinem Wundermittel.

Jahresrückblick in Reimform

Roswitha Beck präsentierte ihren närrischen Jahresrückblick in Reimform. So meinte sie: „Was Euch besonders nervt und des ischt au allerhand, des ischt die Absage der Fasnet im Land. Nicht einmal Napoleon hat sich so was getraut und den Narren die närrischen Tage versaut. Aber des Virus hot uns an Strich durch d`Rechnung gmachet, wie Du siehscht. Ois ischt uff jeda Fall gwiss wohr, mir holled älles doppelt nach im nächsta Johr. In zwanzig zweiundzwanzig gohts hier vor dem Rathaus dan wieder rund, vielleicht mit em Ringtreffa, bleibet bis dahin aber vor allem gesund. Was nützt die schönschte Fasnet im ganza Land, wenn mir se numma verleabed äll mitnand?“

Wurst und Wecken für die Narren

An der frischen Heubergluft stärkten sich am Schmotzigen Donnerstag die Narren traditionell mit einer roten Wurst oder Bauernbratwurst vom Wurstwagen.
An der frischen Heubergluft stärkten sich am Schmotzigen Donnerstag die Narren traditionell mit einer roten Wurst oder Bauernbratwurst vom Wurstwagen. | Bild: Wilfried Koch

In den folgenden Stunden hatten die kleinen und großen Narren Gelegenheit, sich mit Wurst und Wecken an der frischen Heubergluft zu stärken. Das Team auf dem Wurstwagen hielt sich selbstverständlich an die AHA-Regeln.

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