Der Gemeinderat von Stetten hat in seiner jüngsten Sitzung der Fortführung einer Busverbindung von Winterlingen zur Gemeinschaftsschule Stetten für zwei Jahre ohne Gegenstimmen zugestimmt. Im Zuge dessen ist die Verwaltung beauftragt worden, mit der RAB (DBZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee) einen Dienstleistungsvertrag abzuschließen. Die Kosten in Höhe von rund 19 504 Euro pro Schuljahr werden durch Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt.

2018 wurde die Busverbindung befürwortet

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Der Gemeinderat hatte im Jahr 2018 die Einrichtung einer Busverbindung von Winterlingen zur Stettener Gemeinschaftsschule befürwortet, um Kindern aus den Nachbargemeinden, die im Zollernalbkreis liegen, den Besuch dieser Schulform zu ermöglichen. Denn die nächste Gemeinschaftsschule des Nachbarlandkreises liegt in Balingen. Der damals geschlossene Dienstleistungsvertrag mit der RAB ist nun nach zwei Jahren zum Schuljahresende ausgelaufen. Wie Bürgermeister Lehn verdeutlichte, sind die Schülerzahlen aus Straßberg und Winterlingen mit derzeit 25 Kindern und nur zwei Abgängen zum Schuljahr, konstant hoch. Zum Beginn des neuen Schuljahres 2020/21 werden zudem vier neue Schüler aus Winterlingen und sieben aus Straßberg erwartet. Deshalb habe sich die Verwaltung frühzeitig darum gekümmert, Angebote einzuholen, um die Buslinie fortführen zu können. Aber auch deshalb, weil Dinge wie Ausschreibung, Preisabfragen, Vergaben, Vertragsabschluss, Genehmigungen und anderes eine längere Vorlaufzeit beanspruchen.

Federführung der Ausschreibung beim Landratsamt

Die Ausschreibung erfolgte unter Federführung des Fachbereichs Nahverkehr beim Landratsamt Sigmaringen, der die Gemeinde bei Anfragen und Anliegen in dieser Sache unterstützt. Da die Nachbargemeinden Straßberg und Winterlingen zum Zollernalbkreis gehören, sind vorab die Zustimmungen beider Landkreise eingeholt worden, die sich auch künftig zu je einem Drittel an den Gesamtkosten beteiligen werden. Der Bürgermeister führte weiter aus, dass sich an der Ausschreibung zwei Anbieter beteiligt hätten, wobei sich die RAB mit 58 513 Euro als günstigste Bieterin erwies. Das Vergleichsangebot lag dagegen bei 77 690 Euro.

Vorziehen der zweiten Abfahrtszeit kein Problem

Die Ausschreibung enthielt auch die Anfrage, ob das Vorziehen der zweiten Abfahrtszeit möglich sei. Derzeit liege diese bei 16.15 Uhr, so dass die Kinder nach dem regulären Schulende um 15.35 Uhr eine längere Wartezeit in Kauf nehmen müssten. Laut Bürgermeister Lehn habe die RAB bereits mitgeteilt, dass die Vorverlegung kein Problem darstellt, deshalb werde im Vertrag ein entsprechender Passus eingefügt, der von allen Vertragspartnern mitgetragen werden kann. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Busverbindung alsbald eigenwirtschaftlich betrieben werden kann, wenn die Schülerzahlen aus Winterlingen und Straßberg weiterhin konstant hoch bleiben“, so das Gemeindeoberhaupt. Aber Konkretes werde sich erst in zwei Jahren zeigen, wenn der Vertrag zur Verlängerung ansteht. „Das, was wir hier machen, ist eine reine Freiwilligkeitsleistung“, betonte Lehn. Gemeinderat Daniel Sauter (FW) sprach in Richtung Busbetreiber ein Lob aus: „Es ist erfreulich, dass die RAB so mitzieht!“