Oliver Neusch wird auch in den kommenden zwei Jahren an der Spitze des Stettener Wirtschaftsverbundes stehen. „Angesichts der besonderen Situation“, wie Neusch sich ausdrückte, ließ er sich für eine weitere Amtsperiode in die Pflicht nehmen, obwohl er vor zwei Jahren eigentlich seinen Rückzug angekündigt hatte.

Versammlung entspannter als im vergangenen Jahr

Vor diesem Hintergrund verlief die Hauptversammlung deutlich entspannter als im vergangenen Jahr, als der Verein seit einem Jahr ohne Kassier da stand und sich Stefan Braun dann nach längerer Aussprache bereit erklärte, den vakanten Posten zu übernehmen. Braun präsentierte den Anwesenden nun seine erste „blitzsaubere Bilanz“ – wie Revisor Wolfgang Neusch sich ausdrückte – und wurde für weitere zwei Jahre in diesem Amt bestätigt. Auch Medienvertreterin Elfriede Braun sowie die vier Beisitzer Andreas Gess, Florian Braun, Toni Hahn und Hans-Peter Nolle wurden erneut in ihren Ämtern bestätigt.

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Wirtschaftsverbund aktuell mit 104 Mitgliedern

Zwanzig der aktuell 78 aktiven Mitgliedsfirmen waren bei der Versammlung persönlich vertreten, die wegen der Corona-Pandemie vom Frühjahr in den Herbst verschoben wurde. Die Pandemie war auch der Grund, warum sich die Teilnehmer erstmals vorab anmelden mussten. Zusammen mit den sechs passiven Mitgliedsfirmen und den 20 Ehrenmitgliedern zählt der Wirtschaftsverbund aktuell 104 Mitglieder: „Wir dürfen uns über einen Zuwachs von sieben neuen Firmen freuen“, berichtete Präsident Oliver Neusch von einer erfolgreichen Werbeaktion des Vorstands, bei der zahlreiche Firmen und Neugründer „mittels personifizierten Flyern direkt angesprochen“ worden waren: „Es liegt nun an uns, die Neuen in unsere Arbeit und unsere Aktionen einzubinden“, so Neusch.

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Er blickte auf die erfolgreichen Aktionen des vergangenen Jahres wie beispielsweise den Stettener Oktober, den Frauenlauf, die Jobbörse oder auch die Weihnachtsaktion zurück, die in diesem Jahr – sehr zum Bedauern Aller – „durchweg der Corona-Pandemie zum Opfer fallen“ würden. Schon im Frühjahr musste die beliebte Osteraktion abgesagt werden und seitdem sei „eigentlich nichts mehr wie zuvor“ gewesen. Besonders bedauerte Neusch, dass das Werbeorgan des Wirtschaftsverbundes – der „Alb-Blick“ – seit April komplett eingestellt wurde und in diesem Jahr auch nicht mehr aufgelegt werde: „Wie und ob es da weiter geht, gilt es abzuwarten“, meinte Neusch.

20 Vertreter von Firmen waren bei der Versammlung persönlich zugegen. Im Bild lauschen die Anwesenden den Ausführungen von Kassier Stefan Braun (links), der seinen ersten Bericht abgab und dafür viel Lob entgegen nehmen durfte.
20 Vertreter von Firmen waren bei der Versammlung persönlich zugegen. Im Bild lauschen die Anwesenden den Ausführungen von Kassier Stefan Braun (links), der seinen ersten Bericht abgab und dafür viel Lob entgegen nehmen durfte. | Bild: Feuerstein, Gerd

Keine Neuigkeiten zum Thema Vollsortimenter

Als „vollen Erfolg“ bezeichnete der Präsident ein Treffen mit dem Stettener Gemeinderat im vergangenen Dezember, bei dem Themen wie die Ansiedlung eines Vollsortimenters, eines neuen Pflegezentrums, Bauplätze, neue Wohngebiete oder auch der geplante Kalkstein-Abbau bei Oberglashütte aufs Tableau gekommen waren, und das zum gegenseitigen Austausch künftig möglichst jährlich stattfinden soll. Da pflichtete ihm Bürgermeisterstellvertreter Klaus-Dieter Halder bei, der in seinem Grußwort „in Sachen Vollsortimenter leider nichts Neues“ berichten konnte: „Das Thema Altersheim läuft aber, obwohl man derzeit noch gar nichts sieht“, betonte Halder. Dass viele Veranstaltungen und Aktionen wegen Corona abgesagt werden müssen, sei „zwar ein Trauerspiel“, bedauerte Halder, gab aber die Devise aus „abzuwarten und auf einen Impfstoff zu hoffen“. In näherer Zukunft sind bisher nur wenige Aktionen geplant.

Informationen über die Corona-Hilfsmaßnahmen

Steuerberater Willi Rebholz (rechts) hatte wichtige Informationen im Gepäck. Mit auf dem Foto sind (von links): Susanne Christmann, Fritz Pfeiffer, Lukas Hahn, Andreas Gess, Rudi Halder und Erich Hahn.
Steuerberater Willi Rebholz (rechts) hatte wichtige Informationen im Gepäck. Mit auf dem Foto sind (von links): Susanne Christmann, Fritz Pfeiffer, Lukas Hahn, Andreas Gess, Rudi Halder und Erich Hahn. | Bild: Feuerstein, Gerd

Spannende und teils topp aktuelle Informationen hatte Steuerberater Willi Rebholz für die Anwesenden im Gepäck, als er eingehend über Corona-Hilfsmaßnahmen für Unternehmer wie beispielsweise die Sofort- und Überbrückungshilfen des Bundes sowie Stabilisierungshilfen des Landes informierte. Am meisten seien die Steuerberater mit den Soforthilfen beschäftigt, auch weil dazu ständig neue Vorgaben erlassen würden: „Im Grundsatz handelt es sich dabei um Subventionen“, sagte der Experte und machte deutlich, dass diese auch zurück zu zahlen seien, sofern sich die realen Geschäftszahlen besser entwickelt hätten, als bei Antragstellung angenommen: „Sofern einem die Hilfe nicht zusteht, handelt es sich um Subventionsbetrug“, unterstrich Rebholz.

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