Seit Monaten kämpfen die CDU-Gemeindeverbände aus Beuron, Schwenningen und Stetten a.k.M. gemeinsam mit den Bürgermeistern um Verbesserungen ihrer Landesstraßen. Oft werden die Straßen als Holperpisten tituliert und stellenweise sind sie auch relativ eng. Deshalb hatte der Sigmaringer CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Burger am Freitag den Tübinger Regierungspräsidenten Klaus Tappeser für einen Ortstermin nach Schwenningen gewinnen können.

Gemeinsame Fahrt über die Landesstraßen

Mit Schwenningens Bürgermeisterin Roswitha Beck und ihrem Kollegen Maik Lehn aus Stetten a.k.M. sowie der Glashütter Ortsvorsteherin Sandy Beer unternahmen die Vertreter der CDU-Gemeindeverbände zunächst eine gemeinsame Fahrt über die L 196 von Schwenningen Richtung Heinstetten bis zur Kreisgrenze Zollernalbkreis sowie der L 218 von Schwenningen nach Stetten a.k.M. Im Anschluss wurde die Situation im Feuerwehrhaus in Schwenningen mit dem Regierungspräsidenten und dem Landtagsabgeordneten erörtert.

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Burger verwies darauf, dass der Bundeswehrstandort Stetten a.k.M. inzwischen der größte Standort Süddeutschlands sei. Damit verbunden sei auch die Zunahme von Heimschläfern aus dem Landkreis Tuttlingen, die früher im aufgelösten Standort Immendingen stationiert waren. Oliver Beil vom CDU-Gemeindeverband Stetten bestätigte dies als direkt betroffener Nutzer der beiden Straßen: „Hier geht jeden Morgen ab 5.30 Uhr bis 8 Uhr und abends erneut die Post ab, es herrscht reger Verkehr“. Roswitha Beck sprach das Problem des schwierigen Begegnungsverkehrs von Bussen, Lastkraftwagen und anderen Großfahrzeugen an, die in der Regel drei Meter breit seien.

Lehn sieht kein Problem mit Grundstücksverhältnissen

Maik Lehn erinnerte daran, dass die Situation der L 218 alljährlich Thema der Verkehrsschau des Landkreises Sigmaringen sei, was schon zu vielen Ausbesserungsarbeitern führte. „Es wurde dadurch aber nicht besser, eher noch schlimmer“, stellte Lehn fest. Im Falle der Verbreiterung der L 218 sieht der Stettener Rathauschef keinerlei Probleme wegen den Grundstücksverhältnissen. Sandy Beer erinnerte daran, dass an der schmalsten Stelle der L 218 nur 5,20 Meter Breite zur Verfügung stünden. Des Öfteren seien wegen der engen Straßen Außenspiegel abgefahren worden, sagte Wolfgang Stingel.

Regierungspräsidium wird Situation überprüfen

Tappeser sagte eine Überprüfung zu. Bei einer Verkehrszählung im Jahr 2019 seien auf der L 218 durchschnittlich 3061 Fahrzeuge in 24 Stunden registriert worden: „Wir sind gespannt, was die Auswertung der neuerlichen Straßenbefahrung bezüglich der Straßenzustandsbewertung ergibt.“

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