Ihre Einsatzbereitschaft und ihren guten Ausbildungsstand, trotz coronabedingter Einschränkungen in den vergangenen Monaten, demonstrierte die Frohn­stetter Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr vor zahlreichen interessierten Zuschauern bei ihrer Jahresübung.

Nach der Lagebeurteilung gibt es vom Abteilungskommandanten Benedikt Hahn letzte Anweisungen für den Atemschutztrupp über das Vorgehen beim Innenangriff.
Nach der Lagebeurteilung gibt es vom Abteilungskommandanten Benedikt Hahn letzte Anweisungen für den Atemschutztrupp über das Vorgehen beim Innenangriff. | Bild: Karl-Peter Neusch

Mit einem angenommenen Brand in einem zentral in der Ortsmitte gelegenen Mehrfamilienhaus hatten sich die Frohnstetter Floriansjünger ein überaus anspruchsvolles Übungsobjekt ausgesucht. Die verwinkelte und enge Bebauung auf zwei Seiten des Gebäudes stellte die Wehr sowohl bei der Personenrettung als auch bei der Brandbekämpfung selbst vor einige knifflige Herausforderungen. Nur kurze Zeit nach der Alarmierung traf das erste Einsatzfahrzeug ein. Und es wurde sofort mit den Vorbereitungen zur Rettung mehrerer im ersten Stock sowie in der Scheune eingeschlossenen Personen begonnen. Diesen Personen war aufgrund der starken Rauchentwicklung das Verlassen des Gebäudes durch das Treppenhaus nicht mehr möglich. Während mehrere Atemschutztrupps ins Innere des Hauses vordrangen, wurde in Windeseile parallel die Wasserversorgung aus der nahegelegenen Hilb aufgebaut. Eine Person wurde über eine Steckleiter über ein offenes Fenster geborgen, während ein weiterer Eingeschlossener von einem Atemschutztrupp ins Freie gebracht und dort versorgt wurde.

Fertig zum Innenangriff – beim Atemschutztrupp, der sich zum Eindringen ins Gebäude fertig macht, muss jeder Handgriff sitzen.
Fertig zum Innenangriff – beim Atemschutztrupp, der sich zum Eindringen ins Gebäude fertig macht, muss jeder Handgriff sitzen. | Bild: Karl-Peter Neusch

Abteilungskommandant Benedikt Hahn zeigte sich bei der Übungsbesprechung zufrieden mit den gezeigten Leistungen seiner Mannschaft. Diese Einschätzung bekräftigte Wolfgang Neusch in seiner letzten offiziellen Amtshandlung als scheidender Gesamtkommandant. Die Übung sei gut aufgebaut gewesen und trotz unklarer Gefahrenlage und eingeschränkter Zugangsmöglichkeiten und Löschoptionen hätten die Frohnstetter Wehrmänner die gestellten Aufgaben umsichtig gelöst. Auch ein Fahrzeug der Stettener Wehr sei mit im Einsatz gewesen, mit dem die Frohnstetter Abteilung sich bestens vertraut gezeigt hätte.

Den lobenden Worten schlossen sich Bürgermeister Maik Lehn sowie Ortsvorsteher Johan Seßler an. Der neue Gesamtkommandant, Thomas Straub, bedankte sich bei den Frohnstetter Kameraden für das entgegengebrachte Vertrauen bei der vor kurzem abgehaltenen Wahl des neuen Kommandos und kündigte an, dass man intern an der Entwicklung neuer Ideen und Konzepte arbeite, die den Abteilungswehren schon bald im Detail vorgestellt werden sollen.

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