Der Gemeinderat hat dem Beschlussvorschlag der Verwaltung auf Erhöhung der Hundesteuer zum 1. Juli dieses Jahres zugestimmt. Dadurch erhöht sich die Hundesteuer für den Ersthund von 72 Euro auf 90 Euro jährlich sowie für den Zweithund oder jeden weiteren Hund von 144 Euro auf 180 Euro jährlich. Die Jahressteuer für das Halten eines Kampfhundes verteuert sich von 600 Euro auf 900 Euro jährlich. Steuerfreie Hunde sowie Hunde in einem Zwinger bleiben hierbei außer Betracht. Zuletzt wurde die Hundesteuer vom Schwenninger Gemeinderat im Jahre 2005 erhöht.

Aktuell keine Kampfhunde angemeldet

In der Gemeinde Schwenningen sind derzeit 120 Hunde gemeldet. Davon sind zehn Hunde als Jagd- oder Hofhunde steuerfrei. Die restlichen 110 Hunde unterliegen der Steuerpflicht, wobei derzeit keine Kampfhunde bei der Gemeinde angemeldet sind. Das jährliche Steueraufkommen liegt derzeit noch bei knapp 8000 Euro. Gemeinderatsmitglied Michael Ritter äußerte der Verwaltung gegenüber den Wunsch, dass die Kommune ihre Hundehalter regelmäßig auf ihre Pflicht zur Anmeldung der Tiere auffordert.

Bürgermeisterin hätte stärker erhöht

Bürgermeisterin Roswitha Beck machte in ihrem Sachvortrag keinen Hehl daraus, dass sie eine noch höhere Erhöhung bevorzugen würde. Sie erinnerte daran, dass den Wünschen der Hundehalter auf Aufstellung von Hundestationen seitens der Gemeinde im Jahr 2017 nachgekommen wurde. Die Anschaffung von fünf Dog Stations verursachte damals Ausgaben in Höhe von 2000 Euro zuzüglich des Einbaues durch den Bauhof der Gemeinde. Jährlich würde die Gemeinde Verbrauchsmaterial, also Tüten und Säcke zum Betrieb der Hundestationen in Höhe von 250 Euro kaufen. „Unsere jährlichen Personalkosten für die Bauhofmitarbeiter im Rahmen des Betriebes der Hundestationen betragen rund 2500 Euro“, informierte die Rathausvorsteherin.

Zusätzliche Stationen sollen aufgestellt werden

Gemeinderat Fred Mattes äußerte als Hundehalter den Wunsch, dass die Gemeinde zusätzliche Dog-Stationen anschafft und aufstellt. Auf diese Weise können Hundehalter die Hinterlassenschaften schneller entsorgen. Dieser Wunsch soll nach Aussprache des Gremiums auch umgesetzt werden, wobei die genaue Anzahl offenblieb. Rätin Sabine Welz erinnerte daran, dass die Gemeinde ihre Hundehalter sehr viele Jahre vor einer Steuererhöhung verschont habe, so dass jetzt auch in dieser Höhe angepasst werden könne. Durch die Anpassung der Sätze kommt Schwenningen mit der Steuer in den Kreis vergleichbarer Kommunen.

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