Aufgrund der redaktionellen Veröffentlichung am 12. Juni im SÜDKURIER wurden zahlreiche Menschen auf die humane Hilfsarbeit der Familie Schreiyäck in Schwenningen aufmerksam. Damals berichteten wir unter dem Titel „Vom Thermometer bis zum Rollstuhl“ über die Reise von Iris und Hermann Schreiyäck nach Gambia, wo mehrere Buschkliniken unter anderem mit wichtigen medizinischen Geräten sowie Verbandsmaterialien und Bettwäsche versorgt wurden. „Unser Telefon steht seither nicht mehr still“, freut sich Hermann Schreiyäck im Gespräch mit unserem Mitarbeiter.

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Zusammen mit seiner Gattin Iris sortierte er neue Spenden und verpackte alles fachgerecht zum Transport. Bereits unterwegs nach Gambia in die Ortschaft Kapa befinden sich acht Kartons mit wichtigem Verbandsmaterial und Bettwäsche, weil dort wegen der einsetzenden Regenzeit Transporte unmöglich wären. „Bei unserem Besuch in Gambia im Mai mussten wir feststellen, dass nicht einmal das einfachste Verbandsmaterial zur Verfügung steht.

Verein Hoffnung und Hilfe beteiligt

Am Dienstagvormittag ging Teil eins der neuen Spenden auf die Reise. Lkw-Fahrer Manfred vom Verein Hoffnung und Hilfe e.V. aus Freudenstadt holte rund 150 Kartons und 30 Säcke Kleidung, Schuhe und Bettwäsche, vier Nähmaschinen, einen Rollstuhl, acht Rollatoren und drei Infusionsständer im Lager ab, das sich in der Doppelgarage und dem Anbau in der Webersbühlstraße befindet, ab. Das medizinische Material geht nach Durres in Albanien. Vor einigen Monaten konnten die Schreiyäcks bereits die ausgesonderten Kleiderspinde der Bundeswehr, die im Schulhauspavillon der Gemeinde eingelagert waren, nach Durres spenden. „In der Ukraine versorgen wir hauptsächlich Pflegeheime und Kliniken“, informierte Iris Schreiyäck. Mit der Kleidung werden Bedürftige in der Ukraine unterstützt.

Medizinisches Material für Gambia

Der zweite Teil ging am Donnerstag auf die lange Reise nach Batabut in Gambia. „Wir schicken mit Unterstützung von Markus Lucke von der Schwenninger Firma Bäramed acht Kartons mit rein medizinischem Material und zwei Kartons für Alieu nach Gambia“, informiert Hermann Schreiyäck. Alieu ist der Koordinator in Gambia für die Verteilung der Hilfsgüter.

In der Doppelgarage von Familie Schreiyäck sammeln sich zahlreiche Hilfsgüter an.
In der Doppelgarage von Familie Schreiyäck sammeln sich zahlreiche Hilfsgüter an. | Bild: Wilfried Koch

Er würde sich nach seiner schweren Operation am Bein gut erholen, freute sich der Schwenninger Koordinator über so viele Hilfsgüter. Durch die Operation konnte ein Bein gerettet und eine Amputation verhindert werden.

Größere Lieferung aus dem Raum Salem und Überlingen erwartet

Die Hilfsaktionen der Schwenninger Familie nimmt kein Ende. „Fürs kommende Wochenende erwarten wir eine größere Lieferung von Hilfsgütern von mehreren Familien aus dem Raum Salem und Überlingen“, strahlt der Hermann Schreiyäck, der im August seinen 64. Geburtstag feiert, im Gespräch mit dem SÜDKURIER.