Über das geplante Schuppengebiet „An der Neidinger Straße“ hat der Stettener Gemeinderat in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung beraten, den entsprechenden Vorentwurf der Planung gebilligt und auf Grundlage der vorliegenden Unterlagen den Aufstellungsbeschluss zum künftigen Bebauungsplan gefasst.

Freiwerdende Flächen für Wohnen und Gewerbe gedacht

Zahlreiche Zuhörer verfolgten in der Hohenzollernhalle die Ausführungen des von der Verwaltung hinzugezogenen Projektleiters Tristan Laubenstein vom Ingenieurbüro Fritz & Grossmann aus Balingen. Wie er darlegte, begründe sich das Vorhaben auf der Notwenigkeit, „neue Unterbringungsmöglichkeiten für land- und fortwirtschaftliche Geräte und Erzeugnisse, ausschließlich für Land- und Fortwirte im Nebenerwerb„, zu schaffen. Dadurch biete sich die Möglichkeit, die derzeit innerhalb der Ortslage untergebrachten Geräte und Güter am Ortsrand gemeinsam unterzubringen: „Freiwerdende Gebäudeflächen innerhalb der Ortslage können somit zu Wohn- und gewerblichen Flächen genutzt werden“, erläuterte Laubenstein.

Platz für acht Schuppenbauplätze

Als Standort zwei Flurstücke am südlichen Ortsrand von Stetten, entlang der Neidinger Straße vorgesehen. Das zu überplanende Gebiet umfasse eine Gesamtfläche von zirka 0,7 Hektar und biete Platz für acht Schuppenbauplätze mit einer Größe von 543 bis 962 Quadratmetern: „Die Zufahrt soll über einen geplanten Schotterweg von der Neidinger Straße aus erfolgen“, informierte Laubenstein. Sie soll als Stichweg mit ausreichend dimensionierter Wendemöglichkeit angelegt werden und jeweils als innerer Erschließung für alle Schuppenbauplätze dienen. Die künftigen Bauplätze sollen mit Elektrizität versorgt werden und die Installation von Photovoltaikanlagen zulässig sein. Das Gebiet wird aber nicht an das öffentliche Wasser- und Kanalnetz angeschlossen.

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Garagen und Anlagen zur Kleintierhaltung nicht zugelassen

Laubenstein ging auch auf den räumlichen Geltungsbereich sowie die überörtlichen Planungen ein, und machte deutlich, dass das Vorhaben „keinen Zielen der Raumordnung entgegen“ stehe. Allerdings sei der bestehende Flächennutzungsplan im Parallelverfahren zu ändern. Eingehend erläuterte der Experte sämtlichen Festsetzungen und machte dabei nicht zuletzt deutlich, dass Garagen und Anlagen zur Kleintierhaltung nicht zugelassen sein werden. Nachdem Laubenstein das weitere Prozedere erläutert hatte, fasst der Gemeinderat ohne Debatte den Aufstellungsbeschluss, beauftragte die Verwaltung, die Beschlüsse öffentlich bekannt zu machen und die frühzeitige Beteiligung durchzuführen.