In der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag im Saal des Feuerwehrhauses wurde die Verpachtung der landwirtschaftlichen Grundstücke der Gemeinde ab dem Jahr 2021 einstimmig mit einigen Neuerungen verabschiedet.

Grad: Kreisläufe der Natur unterbrochen

Sowohl die Pächter als auch die Gemeinde würden eine Konstanz benötigen, sagte Bürgermeisterin Roswitha Beck in ihrem Vortrag. Gemeinderat Fritz Grad verlangte in der Diskusssion vehement eine Verbesserung der Bodenqualität durch Verzicht auf den Maisanbau. Grad: „Wir unterbrechen mit dem Maisanbau Kreisläufe der Natur. Deshalb fordere ich ein Maisanbauverbot auf Gemeindegrundstücken“. Der Mais gelte als größter Humusvertilger in der Landwirtschaft. Aber auch andere Entwicklungen, wie die Heuabfuhr, seien ökologisch nicht sinnvoll. Beck sprach den örtlichen Landwirten ein Lob aus: „Ich unterstütze die Schwenninger Bauern gerne als Landschaftspfleger“.

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Bisherige Pächter haben Vorrang

Der Gemeinderat musste über die Verpachtung von knapp 100 Hektar Fläche entscheiden. Bisher wurden pro Ar 0,70 Euro Pacht verlangt, so dass die Kommune jährlich etwa 6000 Euro vereinnahmen konnte. Beschlossen wurde nun ein Pachtpreis für Acker- und Grünlandflächen in Höhe von 0,90 Euro pro Ar. Der Maisanbau ist untersagt. Die bisherigen Pächter werden angeschrieben und haben Vorrang bei der weiteren Bewirtschaftung und Pacht dieser Flächen. Einige wenige Einzelfälle werden mit den bisherigen Pächtern fallbezogen besprochen. Die Verwaltung ist ermächtigt, die Vergaben vorzunehmen. Für die frei gewordenen Flächen können sich auch Andere bewerben, wobei Schwenninger Vorrang haben. Die Vergabe wird verlost. Die neuen Pachtverträge gelten bis 31. Dezember 2025.

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