In einer nicht aufschiebbaren Angelegenheit besuchte Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch die Gemeinde Stetten a. k. M., um sich vor Ort über die dringend notwendige Dachsanierung des denkmalgeschützten Goreth-Hauses ein Bild zu verschaffen.

Das Dach des Goreth-Hauses muss saniert werden. Die Gemeinde hofft auf Zuschüsse
Das Dach des Goreth-Hauses muss saniert werden. Die Gemeinde hofft auf Zuschüsse | Bild: Günther Töpfer

Im Beisein des CDU-Landtagsabgeordneten Klaus-Martin Burger, Oliver Beil, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes, und Bauamtsleiter Markus Spende berichtete Bürgermeister Maik Lehn über den Erwerb des historischen Gebäudes im Jahr 2007 durch die Gemeinde. Von 2012 bis 2014 wurde danach unter großer, ehrenamtlicher Mitarbeit der Vereine das Erdgeschoss des Gebäudes saniert. Das stattliche Anwesen ist Bestandteil des Schloss-Ensembles, dem heutigen Rathaus, auf dessen Vorplatz alle kulturellen Veranstaltungen bis hin zu den in ganz Baden-Württemberg bekannten Theater-Aufführungen stattfinden.

Sanierung des Erdgeschosses eine Erfolgsgeschichte

Die Sanierung des Erdgeschosses und dessen Nutzung durch die Vereine sei zu einer Erfolgsgeschichte geworden, so Lehn. „Doch jetzt hat uns die Sanierung des Dachgeschosses ereilt“. Eine erste Kostenschätzung beziffert die unumgängliche Dachsanierung mit 700 000 Euro, die jedoch von der Gemeinde nicht allein gestemmt werden könne.

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Um Folgeschäden zu verhindern, habe der Gemeinderat die Dachsanierung beschlossen. Ein entsprechender erster Antrag auf Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum sei trotz der Dringlichkeit abgelehnt worden, schilderte Stettens Bürgermeister. Die Sanierung könne jedoch nicht aufgeschoben werden, daher appellierte er an die Staatssekretärin, einen erneuten Antrag im kommenden Jahr zu unterstützen. Der Abgeordnete Klaus-Martin Burger, der um den Besuch der Staatssekretärin gebeten hatte, bezeichnete das Projekt als „finanzielles Sorgenkind“ der Gemeinde.

Auch das erste Obergeschoss steht noch an

Bürgermeister Lehn informierte darüber, dass nach der Dachsanierung die Sanierung des ersten Obergeschosses anstehe und mit weiteren Kosten in Höhe von mehreren 100 000 Euro gerechnet werden müsse. Da die Räume im ersten Obergeschoss historisch bedingt sehr klein geschnitten seien, komme eine Wohnungsnutzung kaum in Frage. Das Gebäude soll mit Blick auf seine zentrale Lage und als kultureller Mittelpunkt, ausschließlich der Öffentlichkeit, der Dorfgemeinschaft und den örtlichen Vereinen dienen.

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Staatssekretärin Gurr-Hirsch sagte, eine Bereitstellung von Fördermitteln wäre ein Hoffnungsschimmer für die Vereine. Daher solle der neue Antrag im Jubiläumsjahr des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) mit einem entsprechenden Nutzungskonzept untermauert werden. Das ELR-Programm feiert im kommenden Jahr sein 25-jähriges Bestehen.

Ausführung im Sommer 2021 ideal

Stettens Bürgermeister Maik Lehn verwies darauf, dass mit einer Bewilligung der Fördermittel im Frühjahr 2021 und der Ausführung im frühen Sommer 2021 der beste Zeitpunkt für die Sanierung sei, da im Jahr 2021 keine Großveranstaltung auf dem Schlosshof stattfinden würde. Damit wäre der Weg für eine sofortige Ausschreibung und Ausführung der Sanierungsarbeiten frei.

Landesdenkmalamt bestätigt denkmalbedingte Mehrkosten

Das Landesdenkmalamt habe bestätigt, dass die hohen Sanierungskosten denkmalbedingte Mehrkosten seien und somit mit einer Förderung gerechnet werden könne. In welcher Höhe sowie zu welchem Zeitpunkt eine Entscheidung eingehe, könne jedoch derzeit nicht gesagt werden. Bürgermeister Maik Lehn rechnet auch hier mit einer Entscheidung im Frühjahr 2021.

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