Erstmals in Zeiten des Corona-Virus kam der Ortschaftsrat von Storzingen am Dienstagabend zu einer öffentlichen Sitzung zusammen. Um die vorgeschriebenen Abstandregelungen einzuhalten, fand die Sitzung im Haus Weckenstein in Storzingen statt. Zu der Sitzung hatten sich einige Zuhörer eingefunden, denen offenbar einiges unter den Nägeln brannte. So wurde die anstehende Fragestunde ausgiebig genutzt.

Idee zur Nutzung der provisorischen Bahnbrücke

Gleich mehreren Bürgern war die derzeitige Führung von Radwegen ein Dorn im Auge. Als Beispiel wurde angeregt, den Schmeientalradweg von Kaiseringen nach Storzingen nicht mehr über Frohnstetten (Konrad Rösch: „Das ist doch viel zu hügelig“), sondern durch das Tal (“wesentlich familienfreundlicher“) zu führen, und dazu möglicherweise eine provisorische Brücke der Bahn zu nutzen, die derzeit Bauarbeiten im Schmeiental diene. „Wir werden Gespräche mit der Bahn und dem Landratsamt suchen“, sagten Ortsvorsteher Bruno Pozzi und Bürgermeister Maik Lehn zwar zu, ohne allerdings Hoffnungen zu wecken.

Chance auf Bauplätze auf der Festwiese eher gering

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Die konnte der Rathauschef auch in Sachen „Bauplätzen„ für den Ortsteil nicht machen. Auf die Fragen von Volker Riester und Willi Letsch, wie es „in Sachen Festwiese“ weiter gehe, machten Lehn und Ortsvorsteher Bruno Pozzi deutlich, dass die Angelegenheit ziemlich verzwickt sei. Zwar würden die Ideen weiter verfolgt, seien aber vom Ergebnis des derzeit laufenden „Starkregenmanagements“ abhängig. Aber selbst wenn das positiv verlaufe, drücke auch „eine Baulast für Parkplätze des Hauses Weckenstein„, die ebenso auf der Festwiese liege, wie eine Wasserleitung, die verlegt werden müsse, falls Bauplätze in Frage kämen, verdeutlichte Lehn. „Ob die horrenden Baulandpreise dann noch jemand bezahlen will, wage ich zu bezweifeln“, meinte er. Auch wenn die Gemeinde das Thema „Baugebiet Brühl„ und dessen Erschließung noch einmal aufgreifen werde, mutmaßte Lehn, dass „die Bauplatzsituation in Storzingen auf absehbare Zeit problematisch“ bleibe.

Auf die Schnelle nur Kieswege möglich

Auch der Zustand des Friedhofs in Storzingen mit seinen vielen Kieswegen wurde aus den Reihen der Zuhörer heftig kritisiert: „Das Ganze ist ein Trauerspiel“, schimpfte Konrad Rösch. Dagegen machte der Ortsvorsteher klar, dass „relativ kurzfristig neue Urnengräber angelegt“ worden seien, wofür er der Gemeinde dankbar sei. Dass dabei erneut Kieswege angelegt wurden, lag für Pozzi auf der Hand. Zwar gäbe es bessere Lösungen, aber „auf die Schnelle“ sei nichts anderes möglich gewesen: „Wir sind stets um Besserungen bemüht“, sagte er zu Ende der ausgiebigen Fragestunde.

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