Bei bester Stimmung sind im Glashütter Schützenhaus die Sieger des Vereinspokalschießens des Sportschützenvereins Glashütte (SSV) gekürt worden: „Es liegen vier tolle Tage mit absolutem Hochbetrieb hinter uns“, fasste der Vorsitzende Herbert Beer den traditionsreichen Wettkampf zusammen, der zum 55. Mal ausgetragen wurde und der mit einer Rekordbeteiligung zu Ende ging.

Charly Widera (vorne) und Bjorn Murgas beim Schießen am Kleinkaliberstand. Manfred Hahnke und Angelika Halder beobachten die Hobby-Schützen.
Charly Widera (vorne) und Bjorn Murgas beim Schießen am Kleinkaliberstand. Manfred Hahnke und Angelika Halder beobachten die Hobby-Schützen. | Bild: Gerd Feuerstein

Bis kurz vor der Siegerehrung war auf dem Schießstand geschossen worden, und die Organisatoren und ihre Helfer waren noch eifrig damit beschäftigt, die Ergebnisse des sportlichen Wettstreits auszuwerten. Dass dieser auch in seiner 55. Auflage nichts von seiner Attraktivität eingebüßt hat, zeigt die Statistik. Denn mit 21 Damen- und 44 Herrenteams konnte der Vorsitzende bei der Siegerehrung eine neue Rekordbeteiligung vermelden: „Ich muss Euch allen ein riesen Kompliment machen“, sagte er im proppenvollen Schützenhaus in Richtung der Teilnehmer. Es sei ein toller Wettkampf mit bester Stimmung gewesen, fasste er das Geschehen „leider auch mit einem weinenden Auge“ zusammen. Denn der Wettkampf war vom Ableben des Schützenkameraden Rolf Unger überschattet worden, der dem Verein über 50 Jahre die Treue gehalten und den SSV jahrzehntelang in vielen Funktionen unterstützt hatte.

Da rauchen die Köpfe: Sonja Lemke, Joachim Hipp, Jonas Wenninger und Vorsitzender Herbert Beer (von links) werten die Ergebnisse aus.
Da rauchen die Köpfe: Sonja Lemke, Joachim Hipp, Jonas Wenninger und Vorsitzender Herbert Beer (von links) werten die Ergebnisse aus. | Bild: Gerd Feuerstein

Trotz alledem sei das Vereinspokalschießen wieder „ein toller Erfolg“ gewesen, zumal neben dem Wettkampf auch das Gesellige nicht zu kurz kam. „Man trifft eben nicht nur die Zielscheibe, sondern auch viele nette Leute“, so der Vorsitzende, bevor sein Stellvertreter Karlheinz Schnell und Nils Pietruszka die Siegerehrung vornahmen. Neben den 65 teilnehmenden Mannschaften hatten auch sage und schreibe 181 Einzelstarter die kleinen Scheiben ins Visier genommen. So versuchten sich 67 Damen und 114 Herren als Einzelschützen am Luftgewehr-Schießstand. Mit 191 Ringen hatte bei den Damen am Ende Angelika Halder die Nase ganz vorne, gefolgt von Sarah Malek (185) und Petra Scheck (183). Bei den Herren erwies sich Christian Weingast mit 199 Ringen als bester Schütze. Mit nur zwei Ringen weniger belegte Björn Murgas den zweiten Platz, während Dennis Bauer (194) den dritten Rang belegte.

Stolze 181 Einzelstarter nahmen mit dem Luftgewehr die kleinen Scheiben ins Visier. Im Bild (von links): Marion Bauer, Nils Pietruszka, Anja Graf und Uta Pfeiffer.
Stolze 181 Einzelstarter nahmen mit dem Luftgewehr die kleinen Scheiben ins Visier. Im Bild (von links): Marion Bauer, Nils Pietruszka, Anja Graf und Uta Pfeiffer. | Bild: Gerd Feuerstein

Am Kleinkaliber(KK)-Schießstand hielt Bjorn Murgas die Konkurrenz mit 49 Ringen auf Distanz und durfte sich somit über den Gewinn des Sonderpokals erfreuen. Die weiteren Plätze beim KK-Schießen belegten Mathias Unger, Angelika Halder und Marion Bauer, die allesamt 45 Ringe geschossen hatten. Beim Schuss auf die Ehrenscheibe, dem sogenannten „Blattl“, setzte Karin Klaß den besten Schuss. Zwar hatten mehrere Teilnehmer einen Zehner geschossen, doch verbuchte die Siegerin mit einem 58,3-Teiler das beste Ergebnis für sich. Unter den 21 Damenteams hatten die Truppe „Komm mr uff‘d Kirbe“ mit 517 Ringen die Nase ganz vorne. Mit sechs Ringen Abstand (511) belegte die Mannschaft „Marktfrauen 1“ den zweiten Platz, gefolgt vom Team „Glasbläser Damen 1“, das sich mit 499 Ringen über den dritten Platz freuen durfte.

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Bei den Männern erwiesen sich die Blauröcke der Feuerwehr Glashütte als beste Schützen. Mit 551 Ringen siegte ihr „Team drei“ denkbar knapp vor der Mannschaft „Stieble 1“, die nur einen Ring weniger (550) getroffen hatte. Rang drei belegte die Stettener Landjugend (544). Unter großen Hallo und viel Applaus durften die jeweiligen Sieger im Schützenhaus ihre Pokale in Empfang nehmen. Dabei nutze Vereinsboss Herbert Beer die Gelegenheit, eine Lanze für die Sportschützenvereine zu brechen, deren Ruf nicht immer der beste sei: „Sportschießen ist eine Disziplin für Körper und Geist“, sagte er, bevor es zum gemütlichen Teil überging.