Heinrich Adelbert ist im Krankenhaus in Sigmaringen einer heimtückischen Krankheit erlegen, die ihm in den letzten Wochen schwer zugesetzt hatte. Als ehemaliger Gemeinderat und Förderer vieler Stettener Vereine und Institutionen war der frühere Berufssoldat ein geschätzter Mitbürger, um den nicht nur seine Gattin Erika und seine vier Kinder trauern.

Der Verstorbene, der als junger Berufssoldat auf den Heuberg kam und inzwischen weit über ein halbes Jahrhundert in der Garnisonsgemeinde daheim war, erblickte am 30. September 1937 in Haldenwang bei Kempten das Licht der Welt. Nach dem Schulbesuch absolvierte er eine Bäckerlehre, doch schon mit 18 Jahren führte ihn sein Weg zur Bundeswehr, bei der er zum Krankenpfleger und Sanitätslehrer ausgebildet wurde. Als junger Feldwebel landete er in Stetten, machte den Aufstieg in die Laufbahn der Fachoffiziere, deren Krönung sein Einsatz als Kompaniechef des 7. Sanitätsbataillon 10 war. Heinrich Adelbert war Soldat mit Leib und Seele, der Aufbau riesiger Feldlazarette und die Organisation unzähliger Biwaks gehörten für ihn genauso zum Alltag, wie er sich für seine Truppe mit großem Engagement einsetzte. "Viel zu früh", wie er immer festhielt, musste er mit 53 Jahren in den Ruhestand treten, hätte gerne noch lange Jahre in der Bundeswehr gedient.

Genauso engagiert wie in der Truppe war Heinrich Adelbert auch in Stetten, das durch die Eheschließung mit seiner Frau Erika anno 1964 längst zu seiner zweiten Heimat geworden war. So engagierte sich Adelbert nicht nur zwei Jahrzehnte lang als Pfarrgemeinderat, sondern setzte sich von 1984 bis 1994 auch im Stettener Gemeinderat für die Belange seiner Mitbürger ein. Wie wichtig ihm der Zusammenhalt und das "Wir-Gefühl" in der Gemeinde waren, beweist die lange Liste seiner Vereinszugehörigkeiten, denen er durchweg über viele Jahrzehnte die Treue hielt und von denen er zahlreiche Ehrungen entgegennehmen durfte. Ohne Frage galt Adelbert daher als Vereinsmensch, der gerne mithalf oder – wie beispielsweise im TSV – als Übungsleiter, Wettkampfrichter oder Mitorganisator und Aufbauchef vieler Zeltlager fungierte. Nicht zuletzt zählte Heinrich Adelbert als überzeugter Soldat auch zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Bundeswehrverbands.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Erika trauern seine drei Söhne Michael, Andy und Christian sowie Tochter Karin und alle Anverwandten um den Verstorben. Die Trauerfeier findet am Freitag, 18. Mai, ab 14 Uhr in der St. Mauritiuskirche statt. Anschließend ist die Beerdigung auf dem Stettener Friedhof.