Der laute Knall war jeweils kaum zu überhören, während 23 Sportschützen im Alter ab 18 Jahren beim traditionellen Dreikönigsschießen der Glashütter Sportschützen ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen wollten. Allerdings nicht wie sonst üblich mit Luftgewehr, Kleinkaliber oder Pistole. Beim 39. Dreikönigsschießen geht es etwas anders zur Sache. Da holt Vereinsmitglied Joachim Hipp sein altes Perkussionsgewehr aus dem Schrank.

Ralf Schachtschneider gewinnt mit dem Gewehr

Mit dem 1,40 Meter langen Vorderlader, mit einem Gewicht von drei Kilo, wurde dann auf eine Entfernung von 50 Metern im Stehen geschossen, wobei Joachim Hipp die mächtige Büchse vor jedem Schuss eigenhändig mit Schwarzpulver belud. Ohne Ohrenschützer würde wahrscheinlich jedem Schützen beim Funken sprühenden Schuss das Trommelfell platzen. Doch bei den Sportschützen steht die Sicherheit natürlich im Vordergrund. Da gehört neben dem Gehörschutz auch die Schutzbrille zur Standardausstattung. Eingehüllt von übel riechenden Nebelschwaden warteten die Schützen nach ihren Schüssen gespannt auf ihr Ergebnis. Sieger war diesmal Ralf Schachtschneider, der mit einer „guten Zehn“. Mit einer etwas „schlechteren Zehn“ musste sich Reinhard Müller beim Gewehrschießen mit dem zweiten Platz begnügen, vor Jan Seyfried, der eine „Neun“ geschossen hatte.

Joachim Hipp mit der Pistole der beste Schütze

Im zweiten Wettkampf wurde mit der Perkussionspistole auf 25 Meter Entfernung geschossen. Genau wie beim Schießen mit dem Gewehr wurde die Pistole vor jedem Schuss von Reinhard Müller eigenhändig mit Schwarzpulver beladen. Mit einem „guten Neuner“ sicherte sich in dieser Disziplin Joachim Hipp den Sieg, vor Reinhard Müller (ebenfalls eine Neun) und dessen Gattin Elfriede die mit einer glatten Acht.

Fynn Schnell liegt beim Nachwuchs vorne

Auch die Nachwuchsschützen des SSV waren am Dreikönigsschießen beteiligt und wetteiferte mit dem Blasrohr um den Sieg. Dabei bewies Fynn Schnell „das beste Auge und vor allem die beste Puste„, wie Vorsitzender Herbert Beer bei der Siegerehrung meinte. Hinter dem Sieger sicherte sich Berit Löffler den zweiten Platz.