Seit acht Monaten ist Roswitha Beck Bürgermeisterin in Schwenningen und am Dreikönigstag stellte sie nach jahrelanger Unterbrechung den Neujahrsempfang der Gemeinde wieder auf neue Beine. In der Heuberghalle konnte die Rathauschefin 170 Bürger sowie Gäste zur Veranstaltung willkommen heißen, darunter auch die beiden katholischen Geistlichen Pfarrer Edwin Müller und Hans Locher, sowie Vertreter von Banken, Firmen und Institutionen.

Im Mittelpunkt des Abends standen die Bürger. Bürgermeisterin Beck betonte die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat, die für das Gemeinwesen nur positiv sein könne. "Offener Austausch, gegenseitiger Respekt und ein ehrliches Klima sind gute Voraussetzungen dafür und ich bin dankbar dafür, diese Voraussetzungen im Gremium zu verspüren", so die Bürgermeisterin. Es sei nicht selbstverständlich, sich einer ehrenamtlichen Aufgabe zu stellen und Verantwortung für das Gemeinwesen, für das Dorf zu übernehmen und sich so für das Gemeinwohl einzubringen. Viele Menschen würden sich an ganz unterschiedlichen Stellen und mit ganz unterschiedlichen Motiven in der Gemeinde engagieren. Roswitha Beck betonte, dass Schwenningen über ein intaktes Vereinsleben verfüge. "Jeder findet irgendwo seine Nische, etwas Passendes für sich und findet in den Vereinen und in der Dorfgemeinschaft Zusammengehörigkeit und Zusammenhalt", stellte sie fest. Der Ideengeber des Strohparks, Peter Müller, habe vor 20 Jahren glücklicherweise Gehör für seine Idee gefunden und genügend Personen, die seine Idee aufnahmen, unterstützten und alles vorantrieben, dass aus einer kleinen Idee etwas Großes werden konnte.

Der Strohpark habe sich über all die Jahre zu einer beispielhaften Gemeinschaftsaktion herausgebildet. "Als Bürgermeisterin der Gemeinde Schwenningen bin ich stolz über eine derartige Gemeinschaftsleistung", freute sich Roswitha Beck. Sie sprach von einem unheimlichen Wir-Gefühl, von Zusammengehörigkeit. Ideen und Visionen würden Raum brauchen, sodass sich manchmal etwas entwickle, woran vorher keiner geglaubt habe. "Ohne die Vereine, deren Vorsitzende, die Verantwortung übernehmen und den Gemeinschaftssinn derer Mitglieder wäre eine Gemeinde arm – wir leben von solchen Persönlichkeiten und Vorbildern, von ehrenamtlichem Engagement", zementierte die Bürgermeisterin ihr Plädoyer für dem Gemeinschaftssinn.

Für musikalische Akzente sorgten Antonie Fritz am Klavier, Denice Straub mit ihrem Musiklehrer Albrecht Bieber an der Querflöte sowie Marco Großmann mit seinem Musiklehrer Martin Grohmann an der Gitarre. Selbstverständlich war auch eine der Schwenninger Sternsinger-Gruppen anwesend, um ihre Botschaft vor großer Kulisse vorzutragen. Und als weitere Überraschung präsentierte die Bürgermeisterin das Improvisationstheater Sigmaringen, deren beide Akteure Andy und Günter auf Wunsch von Eva Hembach über die touristische Identifikation der Schwenninger sowie auf Wunsch von Feuerwehrkommandant Marcus Siber über den nächsten Ausflug der Schwenninger Floriansjünger auf die Fidschi-Inseln referierten. Locker verlief auch der anschließende Empfang der Gemeinde, wo von vielen Besuchern gemeinsam auf das neue Jahr angestoßen wurde. Gleichzeitig servierte die Kommune eine tolle Dia-Show über 20 Jahre Strohpark Schwenningen sowie schönen Luftaufnahmen rund um das schmucke Heubergdorf.

 Pojekte 2017

Im Jahr 2017 stehen die Erweiterung des Winterwandernetzes, die Sanierung des Spielplatzes "Horn" und des Feldwegenetzes, die Aufstellung von weiteren Urnenwänden auf dem Friedhof, der Ausbau des Breitbandnetzes, der Umbau des Farrenstallgebäudes sowie den Bau einer Erweiterungshalle neben dem Recyclinghof zur Nutzung für den Bauhof an.