Lange 125 Jahre ist es her, dass 1894 in Stetten am kalten Markt eine Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins aus der Taufe gehoben wurde. Und so soll das Jubiläum am Samstag, den 21. September denn auch gebührend gefeiert werden.

Schon immer widmet sich die Ortsgruppe der Pflege von Heimatkunde und Brauchtum sowie dem Schutz von Natur und Umwelt – Themen, die viele Menschen bewegen. Deshalb soll es um diese auch beim Jubiläumsfest gehen.

Teilnehmer können zwischen drei Wanderungen wählen

Bereits morgens ab 9 Uhr stehen drei verschiedene Wanderangebote auf dem Programm, an denen Interessierte teilnehmen können. Unter der kundigen Führung von örtlichen Wanderführern kann man sich dabei zwischen dem Besuch einer Biberburg, einem historischen Rundgang durch den Stettener Ortsteil Storzingen oder einem Spaziergang zum sogenannten „Schweizerhäuschen“ entscheiden, das der Stettener Ortsgruppe seit vielen Jahren zur zweiten Heimat geworden ist und als Vereinsheim dient, in dem man gerne zusammen kommt. Alle drei Wanderungen dauern jeweils rund anderthalb Stunden und starten beim Haus Weckenstein in Storzingen.

Seit zehn Jahren steht das „Schweizerhäuschen“ im Mittelpunkt des Verinslebens der Stettener Ortsgruppe.
Seit zehn Jahren steht das „Schweizerhäuschen“ im Mittelpunkt des Verinslebens der Stettener Ortsgruppe. | Bild: Gerd Feuerstein

Bilder und Musik im Haus Weckenstein

Wie die Verantwortlichen mitteilen, wird das Jubiläumsfest anschließend im Haus Weckenstein fortgeführt, wo ab 11 Uhr ein kurzer offizieller Festakt mit Grußworten und Ehrungen auf dem Programm steht. Nach dem Mittagstisch wird die Ortsgruppe ab 13.30 Uhr bei Kaffee und Kuchen auf ihre 125-jährige Geschichte zurückblicken, wobei mit vielen Bildern alte Erinnerungen wieder wachgerufen werden sollen. Darüber hinaus werden die „Donautaler Alphornbläser“ und die „Burtales Buaba„ für Abwechslung und musikalische Unterhaltung der Gäste sorgen.

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Die Anfangsjahre der Ortsgruppe

Es waren seinerzeit neun Männer, die sich in Stetten zusammenfanden, um eine eigene Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins aus der Taufe zu heben. Zu ihrem ersten Vertrauensmann wählten sie den Lehrer Otto Duttle. Doch schon bald wurde dieser vom Kaufmann Johann Pfeiffer abgelöst, der die Ortsgruppe bis zu seinem Tod im Jahr 1913 leitete.

Nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch elf Mitglieder

Danach übernahm sein Sohn August Pfeiffer den Vorsitz, den er bis 1945, also 32 Jahre lang, inne hatte. Die Informationen aus jenen Jahren sind genauso spärlich wie aus den Gründungsjahren. Die Weltkriege hinterließen in der Ortsgruppe jedoch ebenso ihre Spuren wie andernorts. So war die Zahl der Mitglieder zum Ende von Pfeiffers Amtszeit im Jahre 1945 auf nur noch elf geschrumpft.

Die Vorsitzenden im Laufe der Jahre

Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs übernahm Karl Kurz das Ruder, der zuvor zeitweise als Wegewart, Rechner und Stellvertreter bei der Ortsgruppe aktiv war. 1958 wurde er von Rektor Josef Teufel abgelöst, der neues Leben in den Verein brachte und fortan akribisch Buch über die Aktivitäten der Ortsgruppe führte. Neun Jahre lang war Teufel die treibende Kraft des Vereins, ehe er Ende 1966 von Andreas Ruf abgelöst wurde, dem im Jahr 1989 Manfred Marcks und 2001 Reinhard Stolz folgten.

Viele Aktivitäten bis heute

Seit 2011 ist Werner Bock der Vorsitzende der Stettener Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins, die in den vergangenen Jahren – wie viele andere Vereine und Gruppierungen auch – mit Nachwuchssorgen zu kämpfen hat. Dennoch stellen die Mitglieder der Ortsgruppe Jahr für Jahr ein umfangreiches Programm auf die Beine, das zahlreiche Aktivitäten, Veranstaltungen, Vorträge, Ausfahrten und Wanderungen beinhaltet. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die Abendwanderungen, die jedes Jahr in den Sommerferien angeboten werden.

Mit Geocaching – der modernen Form der Schatzsuche mit GPS-Geräten – leistet die Ortsgruppe seit vielen Jahren einen Beitrag zum Sommerferienprogramm der Gemeinde.
Mit Geocaching – der modernen Form der Schatzsuche mit GPS-Geräten – leistet die Ortsgruppe seit vielen Jahren einen Beitrag zum Sommerferienprogramm der Gemeinde. | Bild: Gerd Feuerstein