Der Gemeinderat hat in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause die Weichen für die Anbindung an das Glasfasernetz gestellt. Als günstigstes Angebot lag das der Firma Alb-Elektric aus Biberach vor, zum Preis von rund 2,1 Millionen Euro. Dieser Betrag umfasst die Anbindung der beiden Nachbargemeinden Stetten a.k.M. und Schwenningen insgesamt. Für die Gemeinde Schwenningen würden rund 600.000 Euro anfallen, informierte Marco Fischer von der Firma Geo Data das Gremium. Stetten a.k.M. wäre mit rund 1,2 Millionen Euro dabei, sollte der dortige Gemeinderat ebenfalls zugunsten der Firma entscheiden. Bereits im Oktober 2019 sei der Baubeginn geplant.

Überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 62.000 Euro

Der Schwenninger Gemeinderat stimmte auch der überplanmäßigen Ausgabe von 62.000 Euro zu, denn der Haushaltsansatz sei mit 750 000 Euro um diesen Betrag niedriger als die derzeitigen Kosten von 812.000 Euro, erklärte Bürgermeisterin Roswitha Beck. Es seien bereits verschiedene Planungs- und andere Kosten angefallen. In der Vergangenheit war die Maßnahme öfter brisantes Thema im Rat, nicht zuletzt wegen der parallel laufenden Aktivitäten der Telekom. Durch eigenen Ausbau der Kabelverzweiger (KVZ) vonseiten der Telekom kam es immer wieder zu Irritationen.

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Betriebe entlang der geplanten Trasse können angeschlossen werden

Auf der Einnahmeseite kann mit einen Zuschuss von rund 266.000 Euro für Schwenningen gerechnet werden. Daneben gibt es für den Streckenabschnitt von der Gemarkung Sigmaringen – Oberschmeien bis zur Gemarkung Stetten a.k.M. eine Förderung. Weil beide Gemeinden sich diesen Streckenabschnitt auch hälftig hinsichtlich der Kosten aufteilen, entfällt auch hier der Förderbetrag mit einem Anteil von 50 Prozent auf die jeweiligen Gemeinden. In Schwenningen können nun durch die Trasse der Firma BLS Breitband in Verbindung mit der Netcom als Netzbetreiber die an der geplanten Trasse liegenden Gewerbebetriebe sowie vorerst sechs Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Bereits kommende Woche seien Gespräche mit den Firmen geplant, um auszuloten, wer sich tatsächlich anschließen möchte, informierte Bürgermeisterin Beck.

„Erster notwendiger Schritt“

Zusätzliche Anschlüsse von Bürgern ans BLS-Netz mit Glasfaser seien dann in den Bereichen möglich, wo Firmenanschlüsse realisiert würden. „Es handelt sich hier um den ersten notwendigen Schritt“, stellte Beck fest. „Wenn wir nicht vergeben, dann wird auch das Glasfasernetz von Oberschmeien über Stetten a.k.M. nach Schwenningen nicht gebaut“, so die Bürgermeisterin weiter. Nur mit dieser Verlängerung des Netzes aus Oberschmeien könnten Stetten a.k.M. und Schwenningen überhaupt Anschluss an die BLS-Leitung bekommen. Auch die Ratsmitglieder Werner Scheuble und Dietmar Steidle waren einhellig der Meinung, dass man sich durch ein Nein den Weg in die Zukunft mit Glasfaser endgültig verbauen würde.

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