„Brücken bauen, Sicherheit vermitteln, Vertrauen schenken, Verlässlichkeit vorleben, ein Hafen für alle Bedürfnisse sein und manchmal auch die Segel frisch setzen, um neue Herausforderungen anzunehmen“. Mit diesen Stichworten umriss Schulsozialarbeiter Tobias Buck vor dem Gemeinderat das Aufgabenspektrum, dem sich er und sein Team am Schulzentrum tagtäglich stellen.

Das amtierende Team der Schulsozialarbeit am Stettener Schulzentrum (von links): Leonie Philipp, Leonhard Löffler (beide FSJ`ler), Chef Tobias Buck und Luisa Mattes (DH-Studentin).
Das amtierende Team der Schulsozialarbeit am Stettener Schulzentrum (von links): Leonie Philipp, Leonhard Löffler (beide FSJ`ler), Chef Tobias Buck und Luisa Mattes (DH-Studentin). | Bild: Gerd Feuerstein

Dass das dem engagierte Sozialpädagogen und seinen wechselnden Mitarbeitern seit Jahren mit großem Erfolg gelingt, kam nach seinem umfassenden Bericht im Stettener Gemeindeparlament nicht nur im Applaus des Gremiums, sondern auch in den anerkennenden Worten des Gemeindeoberhauptes zum Ausdruck: „Wir sind sehr froh, dass wir sie haben“, fasste Bürgermeister Maik Lehn das Gehörte zusammen und attestierte Tobias Buck, dass dieser „die Schulsozialarbeit im besten Sinne“ lebe, und über die Jahre ein tolles Vertrauensverhältnis zu den Lernpartnern aufgebaut habe: „Davon profitieren wir alle“, freute sich Lehn.

Team ist im Unterricht präsent

467 Schulstunden standen Tobias Buck und sein Team im vergangenen Jahr in den Klassenzimmern.
467 Schulstunden standen Tobias Buck und sein Team im vergangenen Jahr in den Klassenzimmern. | Bild: Gerd Feuerstein

„Die Beratung von Schülern, Eltern und Lehrern gehört zu unseren absoluten Schwerpunkten“, sagte Buck, den in der Schule und in ganz Stetten alle nur „Toby“ nennen. Alleine mit Schülern (235), Eltern (116) und Lehrern (85) seien insgesamt 436 Gespräche dokumentiert, wobei die unzähligen Tür- und Angelgespräche, die tagtäglich anfielen, nicht aufgeführt seien: „Wir stehen montags bis freitags von 7 bis 16 Uhr und notfalls auch abends als Ansprechpartner zur Verfügung“, machte Buck deutlich, dass er und sein Team stets ein offenes Ohr für alle Anliegen hätten und je nach Problemlage reagierten. „Das Vertrauen in unsere Arbeit ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen“, freute sich Buck, dass zunehmend auch Erwachsene und Eltern das Gespräch mit ihm suchten.

Projekte zur Suchtberatung

Zahlreiche Suchtpräventionsprojekte gehören zum Standardprogramm der Stettener Schulsozialarbeit.
Zahlreiche Suchtpräventionsprojekte gehören zum Standardprogramm der Stettener Schulsozialarbeit. | Bild: Gerd Feuerstein

Intensiv ging der Experte auch auf Klassenprojekte, offene Angebote im Kubus oder in der Alemannenhalle, den kollegiale Austausch mit der Gemeinde, den Suchtberatungsstellen der Landkreise Sigmaringen und Zollernalb sowie mit deren jeweiligen Jugendämter ein. Alleine 467 Schulstunden hat Buck in sogenannte „Präventionsarbeit„ investiert, was im Landkreis Sigmaringen „herausragend“ sei. Von Cybermobbing über Suchtprävention bis hin zum Antigewalttraining oder sozialen Kletterprojekt für Jungs reichte die Palette.

Aktivposten beim „Sommerwirbel“

Der traditionelle „Sommerwirbel“ wird seit Jahren von der Schulsozialarbeit organisiert und gehört in den Ferien zu den Highlights in der Heuberggemeinde. Tobias „Toby“ Buck (rechts) erweist sich dabei als uneingeschränkter Liebling aller Teilnehmer. Bilder: Gerd Feuerstein
Der traditionelle „Sommerwirbel“ wird seit Jahren von der Schulsozialarbeit organisiert und gehört in den Ferien zu den Highlights in der Heuberggemeinde. Tobias „Toby“ Buck (rechts) erweist sich dabei als uneingeschränkter Liebling aller Teilnehmer. | Bild: Gerd Feuerstein

Im Freizeitbereich hätten sich Ferienprogramm und insbesondere der Sommerwirbel zu „Erfolgsstorys“ entwickelt, an denen sich mehr als drei Dutzend Jugendliche als sogenannte Hilfsbetreuer ehrenamtlich engagiert hätten.

Neue Anforderungen

Mit Spenden- und Sammelaktionen wie beispielsweise „Deckel gegen Polio“ hat die Schulsozialarbeit nicht nur soziale Projekte, sondern auch den Zusammenhalt der gesamten Schulgemeinschaft gefördert. Im Bild sind (von links): Florian Barking, Emily Dohmen, Madeline Letsch, Svea Kunze, Jana-Sophie Gulde, Sofia Bosch, Sarah Rieger, Selina Nicosia und Tobias Buck.
Mit Spenden- und Sammelaktionen wie beispielsweise „Deckel gegen Polio“ hat die Schulsozialarbeit nicht nur soziale Projekte, sondern auch den Zusammenhalt der gesamten Schulgemeinschaft gefördert. Im Bild sind (von links): Florian Barking, Emily Dohmen, Madeline Letsch, Svea Kunze, Jana-Sophie Gulde, Sofia Bosch, Sarah Rieger, Selina Nicosia und Tobias Buck. | Bild: Gerd Feuerstein

„Wir dürfen nicht stehen bleiben“, sagte Buck und warf damit den Blick nach vorne. Die Ansätze seiner Arbeit hätten sich in den vergangenen fünf Jahren ebenso verändert, wie sich die Ansprüche in der Gesellschaft, der Fürsorge, bei den Eltern oder auch in der Schullandschaft verändert hätten. Mit der Festigung von Präventionsprojekten, dem Ausbau der Netzwerksarbeit, der Verbesserung schulinterner Kommunikation, der Verankerung des sozialen Lernens in der Grundschule sowie in dem neuen Schulprojekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage„ fixierte Tobias Buck dabei die Prioritäten: „Ich bin bemüht, mich den Herausforderungen junger Menschen in der hiesigen Region zu stellen, neue Entwicklungen zu beobachten, Jugendliche zu begleiten und im Rahmen meiner Möglichkeiten gewinnbringend zu agieren.“