Seitens des Büros von Bogner-Unden wird indes darauf hingewiesen, dass das Gespräch am 28. November zwischen Hermann und Bogner-Unden, unter Beteiligung der Landrätin Stefanie Bürkle, von Bogner-Unden initiiert worden war, um die Elektrifizierung der Zollernalbbahn auf der Strecke zwischen Tübingen und Aulendorf voranzubringen. Ob der Schülerverkehr im Landkreis Sigmaringen im Rahmen dieses Termins besprochen werden kann, stehe noch nicht fest. Für die Organisation und Gewährleistung des Schülerverkehrs sei aus Sicht der Abgeordneten das Landratsamt zuständig. "Sie fordert daher, dass eine Reaktivierung des Busverkehrs zwischen Stetten a.k.M. und Sigmaringen zügig geprüft und entschieden wird. Nur so ist aus ihrer Sicht ein zuverlässiger Schülerverkehr langfristig zu gewährleisten."

Bereits am 15. November habe sich Bogner-Unden in der Sache in einem Schreiben an die Landrätin gewandt und darauf hingewiesen, dass sie bei einem Besuch im Rahmen des Tags der freien Schulen an der Liebfrauenschule Sigmaringen erneut intensiv auf die Situation des Schülerverkehrs vom Großen Heuberg aufmerksam gemacht wurde. Die Bus-Zug-Bus Kombination des Schülerverkehrs von Stetten und von der schwäbischen Alb würde nicht gut funktionieren. Immer wieder kämen die Züge oder Busse verspätet oder sind so überfüllt, sodass nicht alle Schüler mitgenommen werden könnten. "Anscheinend ist die versprochene Verbesserung im notwendigen Maße nicht eingetreten", folgert die Abgeordnete und sie schreibt: "Ich bitte Sie daher, auch unter Berücksichtigung der kommenden kalten Jahreszeit, zu prüfen, ob es nicht notwendig wäre, die Busse wieder durchgehend einzusetzen."

Auch dem CDU-Landtagsabgeordneten Klaus Burger liegt das Thema am Herzen. Ihm liege eine schriftliche Bestätigung der Bahn vor, dass alles dafür getan werde, dass der Schülerverkehr von Storzingen in die Kreisstadt funktioniert, sagt der Abgeordnete und fügt angesichts der erneuten Pannen verärgert hinzu: "Es kann doch nicht sein, dass jetzt, wenn es kälter wird, diese unsäglichen Pannen erneut auftreten. Das ist schlimm." Er habe deshalb direkt Kontakt mit dem Konzernbevollmächtigten der Bahn aufgenommen und ihm das Ärgernis geschildert. Nachdem sich mehrere Eltern schriftlich an ihn gewandt haben, stehe er zudem in Kontakt mit Bürgermeister Maik Lehn und mit Landrätin Stefanie Bürkle. "Das muss jetzt schnell geregelt werden", betont er und setzt hinzu, dass es sich bei dem Gespräch mit dem Verkehrsminister zeigen werde, wie flexibel der reagieren kann. Fest stehe: "Es nützt nichts, wenn ich Verkehr auf die Schiene bringe und das dann nicht funktioniert."

 

Bahn spricht von Zuverlässigkeit

Ein Bahnsprecher aus Stuttgart nimmt zu den erneuten Pannen beim Zugverkehr in die Kreisstadt wie folgt Stellung:

"Der Zug ist bei einer Fahrtleistung kurz vor dem Schülerzug ausgefallen. Ein Bus-Ersatzverkehr stand zur Verfügung, aufgrund der Kurzfristigkeit war die Kapazität aber eingeschränkt. Wir bedauern das und bitten dafür um Entschuldigung. Der Zug fährt ansonsten mit hoher Zuverlässigkeit, nachdem Anfang des Jahres diverse Fahrplanmaßnahmen umgesetzt wurden." Dabei zum Hintergrund: Wegen eines Motorschadens war am Montagfrüh der Zug von Storzingen nach Sigmaringen ausgefallen. Am Nachmittag hielt der Zug fahrplanwidrig nicht in Storzingen und die Schüler mussten so bis Albstadt mitfahren. Wie mehrfach berichtet, kommt es immer wieder zu Problemen in der Schülerbeförderung. Der Landkreis hatte daraufhin zeitweise einen Busverkehr eingerichtet, der – zum Leidwesen der Eltern – nach Pfingsten eingestellt wurde. (mos)