Die „Musica Sacra“ werde in vielen Gemeinden „völlig unterschätzt“, sei aber für die Gestaltung der Gottesdienste „ganz, ganz wichtig“, betonte der Geistliche. Manter, der bei den St.-Johannes- Chorknaben in Bad Saulgau selbst viele Jahre im Chor gesungen hat, sagte den Sängerinnen und Sängern seine volle Unterstützung zu: „Da, wo ich etwas dazu beitragen kann, dass Sie ihren wunderbaren Dienst besser ausüben können, stehe ich jederzeit zur Verfügung“, bestärkte er die Chormitglieder. Angesichts des harmonischen Verlaufs der Versammlung und der Berichte zeigte sich der Pfarrer über die positive Stimmung, die innerhalb des Chores herrsche, „höchst erfreut“. Als „Neuer“ sei es für ihn besonders spannend zu erfahren, wie die einzelnen Gruppierungen der Seelsorgeeinheit miteinander umgingen.

Führungscrew bestätigt

Umso erfreuter habe er zur Kenntnis genommen, dass es bereits gemeinsame Konzerte aller Chöre von Heuberg St. Barbara gegeben habe: „Ich möchte Sie alle ermutigen, diesen Weg weiter zu gehen“, sagte der Geistliche, zumal dies dazu beitrage, dass die Seelsorgeeinheit noch mehr zusammen wachse. Wechselseitige Kirchenbesuche und gemeinsame Konzert könnten dabei durchaus hilfreich sein, meinte Manter. Der Pfarrer nutzte die Gelegenheit, allen Sängern, – insbesondere denen, die sich im Vorstand engagieren – ein „herzliches Vergelt‘s Gott“ auszusprechen, bevor er die Wahlen leitete. Dabei wurde im westlichen die bisherige Führungscrew erneut bestätigt.

Die Führungsriege des katholischen Kirchenchors „St. Mauritius“ (von links): Christine Rebholz, Anneliese Witzenbacher, Reinhold Löffler, Edith Wiestler, Valeri Ivanov, Anneliese Froitzheim, Pfarrer Markus Manter und Waltraud Wunderle.
Die Führungsriege des katholischen Kirchenchors „St. Mauritius“ (von links): Christine Rebholz, Anneliese Witzenbacher, Reinhold Löffler, Edith Wiestler, Valeri Ivanov, Anneliese Froitzheim, Pfarrer Markus Manter und Waltraud Wunderle. | Bild: Gerd Feuerstein

Zum neuen Kassier wurde Reinhold Löffler einhellig bestimmt, nachdem Rudi Sauter dieses Amt nach zehn Jahren abgab. Souverän hatte er zuvor seinen letzten Kassenbericht vorgetragen, und dabei die Lacher auf seiner Seite, als er feststellte, dass der Chor für 16 Cent an Zinseinnahmen, vier Cent Kapitalertragssteuer abführen musste: „Das Briefporto für einen Freistellungsauftrag würde sich erst in 20 Jahren amortisieren“, hielt er unter schallendem Gelächter fest.

Dirigent kann gut mit Chor

Ausgiebig hatten Waltraud Wunderle und Schriftführerin Edith Wiestler zuvor das vergangene Vereinsjahr mit seinen vielen Terminen, Auftritten und Veranstaltungen Revue passieren lassen. Dabei hatte Wunderle betont, dass der Chor mit seinem jungen Dirigenten Valeri Ivanov „einen Glücksgriff“ getan habe, mit dem viel neuer Schwung in die Chorgemeinschaft eingezogen sei. Der Chorleiter selbst zeigte sich mit den Sängern rundum zufrieden: „Wir haben tolle Projekte realisiert“, unterstrich er, auch wenn es nicht immer einfach gewesen sei. Auch wenn sein Temperament manchmal mit ihm durchgehe, so bleibe es immer sein Ziel, dass „alle Spaß und Freude am Singen haben“. Sein Dank ging auch an seinen Vertreter Xaver Bulach, der jederzeit einspringe, wenn Not am Mann sei.

Pfarrer Markus Manter (links) war erstmals zu Gast beim katholischen Kirchenchor und sicherte den Sängerinnen und Sängern seine ganze Unterstützung zu.
Pfarrer Markus Manter (links) war erstmals zu Gast beim katholischen Kirchenchor und sicherte den Sängerinnen und Sängern seine ganze Unterstützung zu. | Bild: Gerd Feuerstein

Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Gleichberechtigte Vorsitzende sind Waltraud Wunderle und Annelise Froitzheim; Schriftführerin: Edith Wiestler; Kassier: Reinhold Löffler, Notenwartin: Christine Rebholz; Beisitzerinnen: Margot Hagg und Anneliese Witzenbacher; Revisoren: Oskar Herrmann und Rosemarie Bulach.

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