Für die katholische Seelsorgeeinheit (SE) Heuberg St. Barbara muss ein neuer Pfarrer gefunden werden. Ursache dafür ist die Gesundheit von Pfarrer Edwin Müller, der bisher die Einheit leitete. Mit Wirkung zum 31. März wird Müller die Leitung der SE abgeben, wie Dekan Christoph Neubrand mitteilt. Übergangsweise leitet Neubrand diese bereits als Pfarradministrator. Eine Neubesetzung der Stelle auf dem Heuberg sei nicht vor Beginn des neuen Schuljahrs nach den Sommerferien zu erwarten, so der Dekan.

Anfang Dezember erkrankte Pfarrer Edwin Müller, sodass ein Klinikaufenthalt notwendig wurde, wie Neubrand weiter mitteilt. Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger ernannte deshalb Neubrand zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben auch zum leitenden „Pfarradministrator bis auf Weiteres“ für die Seelsorgeeinheit Heuberg.

Durch den großen Einsatz von Gemeindereferentin Elke Gehrling und der Pfarrsekretärinnen sowie durch die Mithilfe der Priester aus dem Team der Seelsorgeeinheit Laiz-Leibertingen, von Militärpfarrer Pater Stefan Havlik und das ehrenamtliche und nebenamtliche Engagement der Wortgottesdienstleitenden und von Diakon Michael Adelbert konnten die Gottesdienste nahezu im bisherigen Umfang gefeiert werden, Tote beerdigt, Kinder getauft und Kinder und Jugendliche auf die Sakramente der Eucharistie und Firmung vorbereitet werden, schildert Neubrand die aktuelle Lage. Die Seelsorgeeinheit wurde am 1. Januar 2015 aus den damaligen Seelsorgeeinheiten Stetten a.k.M. und Großer Heuberg gebildet. Sie umfasst heute die politischen Gemeinden Schwenningen, Stetten a.k.M. mit allen Ortsteilen sowie die Ortsteile Hartheim und Heinstetten der Stadt Meßstetten im Zollernalbkreis.

In den vergangenen Jahren habe sich pastoral viel verändert, so Neubrand: Die Seelsorgeeinheiten wurden vergrößert, viele Projekte wurden zeitgleich in der Diözese begonnen und deren Umsetzung gefordert, viele Vorschriften mussten umgesetzt werden. Pfarrer Müller habe sich hier in die Pflicht nehmen lassen. Zugleich sei sein Dienst als Leiter der Klinikseelsorge am SRH-Klinikum Sigmaringen immer vielschichtiger geworden. Im Bereich der Notfallseelsorge sei Pfarrer Müller nicht nur für Trauernde im Landkreis Sigmaringen, für die örtlichen Kolleginnen und Kollegen in den Dekanaten Sigmaringen-Meßkirch und Bad Saulgau, sondern auch auf Diözesan- und Landesebene „eine unverzichtbare Führungspersönlichkeit und ein wahrer Segen“.

Neben den pastoralen Veränderungen schreite das Lebensalter von Pfarrer Müller voran und es gab für ihn eine Operation zu verarbeiten. Dies alles zusammen habe dazu geführt, dass Müller in enger Kommunikation mit Christoph Neubrand als Dekan und momentanem Pfarradministrator und mit dem Ordinariat zum 31. März die Leitung der Seelsorgeeinheit Heuberg abgebe. Der Freiburger Erzbischof habe diesen Verzicht angenommen.

Weiter Notfallseelsorger

Zum 1. April wird Pfarrer Müller nach Angaben des Dekans als priesterlicher Mitarbeiter auf Dekanatsebene im Dekanat Sigmaringen-Meßkirch tätig sein. Als Leiter der Klinikseelsorge am SRH-Klinikum Sigmaringen, als stellvertretender Dekan, als leitender Notfallseelsorger im Landkreis sei Pfarrer Müller in diesen Zeiten des Umbruchs eine segensreiche Stütze. Sein Sach- und Fachverstand und seine geistliche Verwurzelung werde Müller darüber hinaus für die Notfallseelsorge in der Erzdiözese Freiburg und im Land Baden-Württemberg einbringen.

„Wir werden Pfarrer Edwin Müller am Sonntag, 7. April, für seinen fast 15 Jahre währenden Dienst in den Gemeinden der SE Heuberg St. Barbara in einer Eucharistiefeier danken und ihm Gottes Segen als priesterlicher Mitarbeiter im Dekanat Sigmaringen-Meßkirch wünschen“, so Neubrand. Bei der Suche nach einem Namen für die 2015 neu gebildete Seelsorgeeinheit wurde auf lokale Besonderheiten geschaut: Die sechs Gemeinden und die eingegliederten Dörfer liegen alle mehr oder weniger am Rand des großen Truppenübungsplatzes der Bundeswehr, der im Zentrum eine kleine Wallfahrtsgrotte hat, die der Heiligen Barbara geweiht ist.