„Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Männer und Frauen aller Völker“, mit diesem Bekenntnis zu mitmenschlicher Solidarität eröffnete Bürgermeister Maik Lehn am Sonntag seine Ansprache zum Volkstrauertag. Wie in jedem Jahr hatten sich Repräsentanten der Bundeswehr, der Gemeinde, die Feuerwehr, die Feuerwehrkapelle, der Männergesangverein und Schüler der Abschlussklasse des Schulzentrums beim Ehrenmal auf dem Schlosshof versammelt. Rund 50 Bürger waren der Einladung zu der Feierstunde gefolgt.

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Lehn spannte in seiner Rede einen weiten Bogen der Anteilnahme von den Toten der beiden Weltkriege, des Nazi-Terrors und des Holocausts bis zu den Leidtragenden von Hass und Gewalt unserer Tage. Er nannte auch besonders die Einsatzkräfte der Bundeswehr und anderer Organisationen, die Leben oder Gesundheit im Rahmen von Auslandseinsätzen verloren haben. Ohne die jüngsten Anschläge in Halle und anderswo ausdrücklich zu nennen, schloss der Rathauschef diejenigen in sein Gedenken ein, die heute durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache getötet oder verletzt werden. Der Kommunalpolitiker setzte noch zwei andere Akzente. Er formulierte die Hoffnung auf Völkerverständigung und Frieden für alle Menschen auf der Welt. Für jeden bedeute das, so forderte Lehn, sich im Alltag für den Erhalt von Frieden und die Verwirklichung der Menschenrechte einzusetzen.

Erinnerung an persönliche Not

Die Schüler hatten sich unter Mitarbeit der beiden Lehrkräfte Stephanie Schmitz und Constanze Gruber auf das Gedenken am Volkstrauertag vorbereitet. Sie trugen kurze, selbstverfasste Textpassagen vor, in denen sie auf Leid, Unfrieden und Not in der Welt hinwiesen. Für die beiden Kirchen ergriff Prädikant Bernd Preiß aus Konstanz das Wort. Er erinnerte an die persönliche Not, die ein Krieg über jeden bringe, der davon betroffen sei.

Gemeinsame Kranzniederlegung

Die musikalische Gestaltung der Gedenkstunde übernahmen die Mitglieder der Feuerwehrkapelle und das Männergesangvereins „Liederkranz“. Höhepunkt und Abschluss bildete die gemeinsame Kranzniederlegung durch Vertreter der Armee, der Gemeinde, des Reservistenverbandes und des VdK.