Im Schwenninger Weiler Schönfeld war am Sonntagnachmittag viel los. Direkt an der Kreisgrenze zum Zollernalbkreis versammelten sich rund 600 Christen zur Maiandacht. Der frühere Ortspfarrer der Seelsorgeeinheit „Großer Heuberg Baden“, Hans Locher, hielt die Maiandacht, zu der viele seiner früheren Pfarrei-Mitglieder aus Hartheim, Heinstetten und Schwenningen gekommen waren. Aber auch Irndorfer, Bärenthaler, Stettener oder sogar eine Familie aus Kirchheim am Neckar war auf dem idyllisch gelegenen Schönfeld dabei.

Etwa 600 Gläubige waren am Sonntagnachmittag auf das Schönfeld gekommen, um Maiandacht zu feiern.
Etwa 600 Gläubige waren am Sonntagnachmittag auf das Schönfeld gekommen, um Maiandacht zu feiern. | Bild: Wilfried Koch

Alle Bewohner freuten sich über ihr sogenanntes „Käppele“. Die Kapelle wurde bereits 1898 aus Dankbarkeit für den Gewinn eines Gerichtsprozesses wegen Landverkaufs von mehreren Landwirten von den Nusplinger Harthöfen und vom Schwenninger Schönfeld erbaut und finanziert. So die Information, die sich am Käppele nachlesen lässt. Im Jahr 1908 sei die Kapelle mit einer kleinen Glocke versehen und der lieben Mutter Gottes von Lourdes geweiht worden. Seither wurde zu Betzeiten geläutet. Im Jahr 1987 installierten die Leute vom Schönfeld eine automatische Glockenanlage.

Der langjährige Ortspfarrer von Schwenningen, Hartheim und Heinstetten, Hans Locher, zelebrierte auf Wunsch der Schönfeld-Bewohner die Maiandacht am Muttertag und segnete die renovierte Lourdeskapelle. Das Bild zeigt ihn zusammen mit seinem früheren Mesmer aus Heinstetten, Ferdinand Buhl.
Der langjährige Ortspfarrer von Schwenningen, Hartheim und Heinstetten, Hans Locher, zelebrierte auf Wunsch der Schönfeld-Bewohner die Maiandacht am Muttertag und segnete die renovierte Lourdeskapelle. Das Bild zeigt ihn zusammen mit seinem früheren Mesmer aus Heinstetten, Ferdinand Buhl. | Bild: Wilfried Koch

Die Kapelle wurde während der vergangenen Monate renoviert. Nach der Fertigstellung wollten sich die Menschen vom Schönfeld bedanken. In den vier aufgestellten Zelten neben der Kapelle hielt Pfarrer Locher die Maiandacht, die mit Marienliedern und Gebeten feierlich gestaltet wurde.

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Petra Gutmann, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Gerhard als direkte Nachbarn die Schönfeldkapelle betreut, las den „Brief an Maria“ vor. Anja Löffler erzählte in Anlehnung an Johanna von Koczians Lied „Keinen Pfennig“ die ergreifende Geschichte „Rechnung für Mama“, die viele Gläubige zu Tränen rührte. Musikalisch gestalteten Karl-Josef Heinemann aus Bubsheim am Akkordeon, Sängerin Isabella Kemmler aus Gauselfingen sowie die beiden Trompeter aus Heinstetten, Markus Steidle und Martin Steidle, die Feier.

Viele Besucher vor der Kapelle. Die Fotoausstellung sahen sich viele gerne an.
Viele Besucher vor der Kapelle. Die Fotoausstellung sahen sich viele gerne an. | Bild: Wilfried Koch

Da nicht alle 600 Gläubigen im Zelt Platz fanden, musste ein Großteil die Maiandacht auf dem Platz zwischen Käppele und Zelt im Freien mitfeiern. Eine Fotoausstellung mit vielen Bildern rund um die Baumaßnahmen hatte Hans Feilmeier aus Schwenningen am Käppele aufgebaut. Nach der Maiandacht mit dem Schlusslied „Segne du Maria“ bedankte sich Gerhard Gutmann bei Pfarrer Hans Locher, bei allen Besuchern und Mitwirkenden sowie den vielen Helfern. Dann segnete der Geistlichen die frisch renovierte Kapelle.

Kleines Geschenk zum Muttertag

Im und vor dem Zelt feierten die Anwesenden anschließend mit Kaffee und selbstgebackenen Kuchen der Schönfeldbewohner. Jede Mutter erhielt zum Muttertag außerdem ein kleines Muttertagsherz aus Stoff. Die Musikanten verschönerten das Fest mit Trompeten- und Akkordeon-Klängen und Karl Josef Heinemann sang passende Lieder für die Besucher.